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Kaufvertrag beendet eine lange Odyssee

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TROISDORF. Mit der Unterschrift unter den Kaufvertrag beendeten gestern Bürgermeister Manfred Uedelhoven und die beiden Investoren Hartmut Henseler sowie Frank Herrmanns eine, so Uedelhoven, „lange Odyssee“: Für einen nicht genannten Betrag veräußert die Stadt das Grundstück an der Ecke Hippolytusstraße / Kölner Straße in der Fußgängerzone an die Troisdorfer H +h Wohnbau GmbH der beiden Partner, die vor drei Jahren schon einmal Interesse an dem Eckgrundstück bekundet hatten. Am Abend zuvor hatten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses mit Mehrheit den Verkauf gebilligt.

2290 Quadratmeter groß ist die Fläche, deren Ankauf noch die SPD zu Mehrheitszeiten in den 90er Jahren begonnen hatte. Auf diesem Areal wird nach Plänen des Architekten Gerd Mondorf aus Troisdorf-Bergheim ein im wesentlichen dreigeschossiger Baukörper mit einer Gesamtnutz- und Wohnfläche von 4200 Quadratmetern entstehen. Im Erdgeschoss sind 1500 Quadratmeter für Ladengeschäfte vorgesehen, darüber entstehen Wohnungen, die zum Teil barrierefrei und mit Aufzug altengerecht geplant sind. In einem höheren Mittelbau, der, so Henseler, „die Ecksituation aufnimmt“, sind vor allem Büros vorgesehen. Unter dem Komplex entsteht eine Tiefgarage, die über das Parkhaus unter dem Wilhelm-Hamacher-Platz zu erreichen ist. Nur der Lieferverkehr müsse durch die Fußgängerzone abgewickelt werden, hieß es.

Eine „Herzensangelegenheit“ sei das Projekt für ihn und seinen Partner - beide Troisdorfer - , sagte Henseler bei einem Pressegespräch nach dem Notartermin. „Wir sind sehr sicher, das nicht nur zu beginnen, sondern auch zügig abzuwickeln.“ Dabei tragen die beiden zunächst das volle Risiko: Noch gibt es nämlich keine Mieter. „Wir machen das aber nicht auf den blauen Dunst“, begründeten sie ihre Zuversicht. „Wir werden keine Gespräche ablehnen, wenn jemand auf uns zukommt“, schloss Frank Hermanns auch eine Zusammenarbeit mit dem Projekt „Outlet-Boulevard“ der Troisdorfer Gecon Consult (siehe Rundschau vom Dienstag) nicht aus.

Die Erfahrung zeige - die beiden sind seit vielen Jahren im Immobiliengeschäft tätig - , dass vor allem „Ankermieter“ für größere Flächen erst dann Interesse bekundeten, wenn der Bau begonnen, die Mietpreise und der Fertigstellungstermin absehbar seien. Zumindest den nannten die beiden Investoren gestern: Das Weihnachtsgeschäft 2008 sollten die Mieter mitnehmen können, kündigten Hermanns und Henseler an. Nach Karneval soll der Abriss beginnen, Mitte des Jahres das Baurecht geschaffen sein. Spätestens für Spätsommer ist der Baubeginn vorgesehen.

„Erheblich mehr“ habe die Stadt für den Erwerb des stets als „Filetgrundstück“ gehandelten Areals bezahlt, als sie jetzt im Verkauf erlöse, räumte Manfred Uedelhoven ein. Schließlich seien damals bebaute Grundstücke erworben und auch Existenzen „rausgekauft“ worden, um an die Immobilien zu kommen. „Das ist städtische Wirtschaftsförderung - das bezahlt Ihnen kein Investor“, verteidigte der Bürgermeister die Differenz. „Wir haben marktgerechte Preise bezahlt“, betonte Hartmut Henseler, im letzten Angebot hätten sie ihre Offerte sogar noch aufgebessert.