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KreissparkasseFührungstroika löst Doppelspitze ab

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Die Vorstandsmitglieder Udo Becker (v. l.) und Hartmut Cremer sowie Vorstandsvorsitzender Karl Heinz Flessau. (Bild: Schmitz)

KREIS EUSKIRCHEN – Die Stimmung in der Vorstandsetage der Kreissparkasse (KSK) Euskirchen war durchaus gelöst. Passend dazu begann Vorstandsvorsitzender Karl Heinz Flessau die Pressekonferenz mit einem kleinen Scherz: „Meine neuen Vorstandskollegen haben jetzt schon einen Tag Gehalt kassiert, ohne einen Handschlag zu tun. Am Montag war ja Feiertag.“

Und um die beiden „Neuen“ ging s ja schließlich. Gestern war der Arbeitstag Nummer eins von Udo Becker und Hartmut Cremer. Beide sind seit dem 1. November ordentliche Vorstandsmitglieder der Kreissparkasse.

Cremer ist bereits seit 1997, zunächst als stellvertretender Leiter der Revision, für die KSK in der Kreisstadt tätig. Schnell stieg er zum Zentralbereichsdirektor Unternehmenssteuerung auf und war somit unter anderem für das Personal und das Rechnungswesen zuständig. 2003 wurde der heute 53-Jährige Verhinderungsvertreter für den Vorstand und Anfang des Jahres stellvertretendes Vorstandsmitglied.

Becker hatte gestern tatsächlich seinen ersten Arbeitstag im Euskirchener Sparkassenzentrum. Und die Karriere-Aussichten des 45-Jährigen, der seit Donnerstag in Flamersheim wohnt, sind durchaus rosig: Am 1. März 2011 löst er Flessau als Vorsitzender des Vorstands ab. Flessau geht dann in den wohlverdienten Ruhestand. „Ich bin in spätestens vier Monaten weg“, kündigte er schmunzelnd an. Da er sich aber „höchstens wie 40 fühlt“, hat er bereits große Pläne für die Zeit des Unruhestands. Doch darüber wollte Flessau gestern noch nicht sprechen.

Die Umstrukturierung in der KSK-Vorstandsetage war notwendig geworden, nachdem Sparkassendirektor Heinz-Otto Koch Ende Oktober nach 48-jähriger Sparkassentätigkeit in den Ruhestand getreten war. Für vier Monate wird jetzt aus der einstigen Doppelspitze Flessau / Koch eine Führungstroika.

Das passt Familienmensch Becker - er ist verheiratet und hat eine sechs Jahre alte Tochter - gut in den Kram. „Die gemeinsame Zeit gibt mir die Möglichkeit, alles aufzusaugen wie ein Schwamm.“ Die Zeit für eine eigene Handschrift sei aber noch nicht reif. So sieht es auch Flessau: „Neuerungen aus dem Bauch heraus wären doch fatal.“ Doch warum hat Becker sich 1984 für die Ausbildung zum Bankkaufmann entschieden? „Ich hatte Mathe-Leistungskurs. Das machte mir viel Spaß. Zudem wollte ich mit Menschen arbeiten. Daher bin ich zur Bank gegangen.“

Künftig zeichnet Becker nach eigenem Bekunden für den Marktbereich, also die Kunden verantwortlich. Cremer deckt den „inneren Bereich“ der KSK ab.