Zwei Augen blicken dem Betrachter aus dem Ölbild entgegen. Im expressionistischen Stil wurde mit Spachtel und Pinsel die Leinwand mit Ölfarbe bearbeitet. Aus den Augen wird ein Gesicht. Spiegelbild steht auf einem kleinen handgeschriebenen Zettelchen darunter. Noch ein Blick: Ein Spiegelbild könnte es sein.
Seit 1995 lebt der gebürtige Russe Alexander Diener in Arloff. Dies ist seine erste Ausstellung in Deutschland. Jeder Künstler will seine Arbeit zeigen, erklärt Alexander Diener. So viele Bilder ständen zu Hause und da könne sie ja keiner sehen.
Ein Bekannter aus Moskau stellte letztes Jahr seine Bilder im Haus des Gastes aus, dass brachte Diener auf die Idee, es ihm nachzutun. Nach der ersten Ausstellungswoche hat Diener noch keine Resonanz von Besuchern bekommen. Wenn ein Bild verkauft wird - ist gut. Wenn nicht - ist auch gut, meint Diener diplomatisch. Seine letzte Ausstellung war 2002 in Russland. Damals hat er den Erlös gespendet.
Krieger, Mädchen im Regen viele Bilder werden von Gesichtsausdrücken dominiert.
Die Inspiration? Kommt von innen, erklärt der Künstler. Er will Gefühle zeigen.
Andere Bildern thematisieren Natur und Architektur. Die knappen Titel der Bilder wie Kapelle, Leuchtturm oder Winter, zeigen, dass der Bildmittelpunkt einfach gehalten ist und Platz zum Träumen lässt.
Russische Bauernhäuser, wie sie vor über hundert Jahren in den Dörfern gebaut wurden, dienen Alexander Diener in mehreren Werken als Motiv.
Dunkelblau ist ein beherrschender Farbton in den Werken, die Alexander Diener der Öffentlichkeit vorstellt. Lillia Diener , die Mutter des Künstlers, kommentiert die Farbwahl ihres Sohnes: Nicht so krass, nicht so leuchtend, ein bisschen zurückhaltend.
Noch bis zum 27. Oktober ist die Ausstellung täglich von 9 bis 17 Uhr im Haus des Gastes zu sehen.