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Lange geforscht über Edith Stein

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MORSBACH. Der ehemalige Pfarrer von Morsbach, Monsignore Wolfram Krusenotto, vollendet am heutigen Dienstag sein 80. Lebensjahr. Krusenotto wurde in Wuppertal-Barmen geboren. Nach seinem Studium der Philosophie und Theologie sowie dem Besuch des Priesterseminars in Bensberg weihte ihn am 24. Februar 1953 im Kölner Dom Josef Kardinal Frings zum Priester.

Als junger Kaplan und Priester in Porz, Hermülheim und Wuppertal tätig, wurde Krusenotto 1966 Pfarrer an St. Joseph in Köln-Rodenkirchen. Von dort aus wechselte er 1988 nach Morsbach. An St. Gertrud trat er die Nachfolge von Pfarrer Hans Brabeck an. Seit 1958 erforscht der Geistliche das Leben der Märtyrerin Edith Stein, die im KZ Auschwitz ermordet wurde. Er schrieb vier Bücher über die Karmeliterin und trug mit seinen Forschungsarbeiten zu ihrer Selig- und Heiligsprechung bei.

Aufgrund der Verdienste um die Edith-Stein-Verehrung wurde Krusenotto 1990 von Papst Johannes Paul II. der Titel „Kaplan seiner Heiligkeit“ (Monsignore) verliehen, im deutschen Sprachraum auch „Prälat“ genannt. Beeindruckt war der Pfarrer auch immer von der 800 Jahre alten Morsbacher Basilika, über die er mehrere Beiträge verfasste.

Vermittler bei einer

Kindesentführung

Tief bewegt war Wolfram Krusenotto 1981, als in Rodenkirchen eines seiner Erstkommunionkinder, Nina von Gallwitz, entführt wurde. Nach 149 Tagen in der Gefangenschaft von Kidnappern und einer Lösegeldzahlung wurde das Kind freigelassen. Der Geistliche fungierte als Vermittler.

Sein Goldenes Priesterjubiläum feierte Wolfram Krusenotto 2003 mit einer Festmesse und einem Empfang in seiner ehemaligen Pfarrei Morsbach. Seit 1998 lebte er zuerst als Subsidiar an St. Cosmas und Damian in Köln-Weiler, bevor er heute seinen Lebensabend im Altenheim St. Margareta in Königswinter-Stieldorf verbringt. (bu)