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Pianist und Dirigent Lars Vogt mit 51 Jahren an Krebs gestorben

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Köln – Der Pianist und Dirigent Lars Vogt ist tot. Er starb im Alter von 51 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung, die er im vergangenen Jahr öffentlich gemacht hatte, wie seine Familie am Montagabend dem Deutschlandfunk bestätigte.

Vogts internationale Karriere begann 1990 mit dem zweiten Platz beim renommierten Klavierwettbewerb in Leeds. Sein musikalischer Schwerpunkt lag auf dem klassisch-romantischen Klavier- und Kammermusikrepertoire, insbesondere auf den Werken von Johannes Brahms. 

In Heimbach in der Eifel gründete Lars Vogt 1998 sein eigenes Kammermusikfest namens „Spannungen“. 2005 rief er das Projekt „Rhapsody in School“ ins Leben, bei dem Musikerinnen und Musiker mit ihren Instrumenten Schulkinder im Unterricht besuchen. Vogt hatte seit 2013 eine Professur für Klavier in Hannover. In den vergangenen Jahren war er in besonderem Maße auch als Dirigent tätig.

Vogt zur Angst vor dem Sterben

In einem Interview mit dem Online-Magazin für klassische Musik VAN sagte Vogt im Mai 2021 über seine Krebserkrankung: „Ich bin jetzt 50 und was ich in meinem Leben schon alles erleben durfte, ist der Hammer. Selbst wenn es jetzt vorbei wäre - ich weiß nicht, ob es einen Schöpfer gibt, aber wenn es ihn gäbe, könnte ich nur tief den Hut ziehen und Danke sagen.“

Zur Angst vor dem Tod sagte er außerdem. „Mir ist, wenn ich jetzt konkret über den Tod nachgedacht habe und wie es wohl ist, wenn ich mich wirklich schon verabschieden muss, ein ganz naiver, fast kindlicher Glaube gekommen: Ich hoffe, dass mich auf der anderen Seite die Menschen, die ich so gemocht habe und die nicht mehr hier sind, in Empfang nehmen.“ (kna)