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LESERBRIEF

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Folgt

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Da tritt David gegen Goliath an. Übertragen auf die Realität: Ein kleiner privater Verein unterhält eine Bahnstrecke mit der Zielsetzung, diese Bahnstrecke für die Zukunft zu erhalten und als Teil eines zukunftsorientierten Verkehrssystems in Oberberg zu installieren und muss dabei nicht nur gegen die Interessen anliegender Industrieunternehmen und Anliegerkommunen, sondern auch gegen das Land NRW und eine Institution der Bundesrepublik kämpfen.

Im Unterschied zu der Kreisverkehrmanie der Anliegerkommunen die Millionen Steuermittel kostet, ist in den Unterhalt der Wiehltalbahn bisher kein Euro aus Steuermitteln geflossen. Während aller Orten ehrenamtliche Arbeit hochgelobt wird, wird diese im Fall Wiehltalbahn mit Füßen getreten. Trotzdem haben die Wiehlbahner die Flinte nicht ins Korn geworfen. Mit den letzten Gerichtsurteilen ist die Position der Wiehltalbahner gestärkt worden. Bewusstseinsänderung bei den Kommunalpolitikern kann allerdings nicht per Gerichtsbeschluss erzeugt werden. Die Bevölkerung ist dabei schon weiter, was Leserbriefe und Email-Mitteilungen bezeugen.

Die Wiehltalbahn hat in ihren Ursprüngen wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung des Oberbergischen beigetragen. Warum nicht erneut die Chance für die Nutzung eines umweltfreundlichen Verkehrsmittel ergreifen? Die Holzindustrie in Oberberg hat das schon erkannt und nutzt die Strecke. Vielleicht kommen auch andere Industriebetriebe, die an der Strecke angesiedelt sind, zu dieser Einsicht. Vielleicht sehen auch Kommunalpolitiker ein, dass eine noch so große Anhäufung von Kreisverkehren kein Ersatz für ein umfassendes Verkehrskonzept Oberberg ist.

Zukünftige Generationen würden es ihnen danken.

Peter Richert

Waldbröl