MECKENHEIM. Heike Löffler ist empört und wütend: Unbekannte haben in der Nacht von Sonntag auf Montag einen Feuerlöscher im Garten ihres Einfamilienhauses Am Ersdorfer Bach entleert. Auch in die geöffneten Fenster der Kinderzimmer im Obergeschoss hatten die Täter das Löschpulver gesprüht.
Beim Aufstehen habe sie zunächst einen merkwürdigen Geruch wahrgenommen, berichtete die 43-Jährige. Dann habe sie beim Blick aus dem Fenster die weiße Schicht auf Terrasse, Sträuchern und Rasen bemerkt und zunächst geglaubt, es habe nachts gefroren. Erst nach und nach wurden ihr die Ursache für die weiße Pulverschicht und das Ausmaß des nächtlichen Vandalismus bewusst. Auch der leere Feuerlöscher war schließlich gefunden worden. Die Polizei hat die Anzeige der Familie aufgenommen. Laut einer Polizeisprecherin ermittelt die Kripo wegen Sachbeschädigung. Für Heike Löffler geht der Vorfall weit darüber hinaus: Sie spricht von Körperverletzung, weil ihre Kinder vermutlich über mehrere Stunden im Schlaf die Chemie eingeatmet haben, die in alle Ritzen gedrungen war. Mit dem Staubsauger hat Heike Löffler versucht, das Löschpulver im Haus zu entfernen. Da man ihr von Wasser abgeraten hatte, war sie ratlos, wie sie im Garten vorgehen solle. Die Versicherung, die sie bereits kontaktiert hat, habe erklärt, dass sie nicht für den Schaden aufkommen werde.
Es sei nicht der erste Vorfall dieser Art, berichtete Löffler. Auch im Oktober 2007 hatten Unbekannte ihr Haus im Visier. Die damals frisch gestrichene Fassade war mit Eiern beworfen worden. Und auch in der Nachbarschaft seien solche Vorkommnisse keine Seltenheit, sagte die Meckenheimerin, die mit ihrer Familie seit 16 Jahren am Ersdorfer Bach wohnt. Die Gegend biete viel Grün, die beiden Kinder hätten eine tolle Kindheit gehabt, doch seit etwa fünf Jahren nehme der Vandalismus überhand. Da die Gegend mittlerweile in Verruf geraten sei, habe ein Nachbar sein Haus nach eigener Darstellung weit unter Wert verkaufen müssen: Keiner will hier mehr wohnen!