RHEIN-ERFT-KREIS. Ab sofort kann der Anglizismus „googeln“ - also per Suchmaschine „Google“ über Eingabe von Stichworten im Internet zu forschen - im Rhein-Erft-Kreis durch einen weitaus volkstümlicheren Begriff ersetzt werden: „luure“. Denn jetzt können Computernutzer das Internet zu regionalen Themen durchforsten, besser gesagt durch-„schauen“.
Kommunen, Tageszeitungen, Radiosender und natürlich die kreiseigenen Seiten, Wirtschaftsförderung, Rhein-Erft-Tourismus, Naturpark Rheinland und einige mehr - aus diesen Quellen speist sich das Rohmaterial der kölschen Suchmaschine.
Auf das Lokalkolorit wurde bei dem Projekt des Kreises viel Wert gelegt: Das Programm beherrscht sogar das lokale, ripuarische Idiom - fast perfekt. Per Mausklick kann von Hochdeutsch auf Kölsch umgeschaltet werden. Dafür, dass auch sprachliche Korrektheit bei der dialektalen Darstellung waltet, trägt die „Akademie für uns kölsche Sproch“ Rechnung, die alles übersetzte.
Für die Zukunft verspricht sich Landrat Werner Stump, dass sich das Datenmaterial über die Region stetig vergrößert. Ihm ist vor allem die Vernetzung der verschiedenen Institutionen wichtig.
Täglich erstellt die Software, die kostenfrei erhältlich ist und durch Mitarbeiter der Kreisverwaltung auf ihre spezielle Aufgabe zugeschnitten wurde, einen neuen Suchindex aus dem Datenmaterial im Internet.
Für den Nutzer heißt es also lediglich: Die Seite aufzurufen, in die Google-ähnliche Maske das Stichwort einzugeben und dann die Suchergebnisse zu sichten. „Loss mer ens luure“, ist das Motto des Projekts, und Landrat Stump hofft, dass nun alle Nutzer den Rhein-Erft-Kreis in seiner Vielfältigkeit im Netz wiederfinden. Und das eben auch noch auf Kölsch.