EUSKIRCHEN. Ich singe fast überall - im Auto, unter der Dusche, beim Shoppen und sogar beim Bedienen meiner Gäste, erklärt die 28-jährige Deutsch-Italienerin Lucrezia Roncaletti. Die Besitzerin der Euskirchener Eisdiele Kalt und Süss könnte Deutschlands neuer Superstar werden. In der RTL-Show Deutschland sucht den Superstar hat sie es bereits unter die letzten 150 Bewerber geschafft.
Am Mittwoch war sie im Fernsehen bei ihrem Auftritt vor der Jury zu sehen. Ich hatte einen Riesenbammel, das Herz schlug mir bis zum Hals. Meine Hände waren ganz feucht. Doch dann hat es einfach super geklappt, erinnert sich die in Brühl wohnende Hobbysängerin.
Komplimente erntete sie von Musikguru Dieter Bohlen Du hast eine gute Stimme für Popsongs und Radiomoderator Thomas Bug Mir gefällt deine natürliche Ausstrahlung. Lucrezia Roncaletti wurde in Köln geboren. Ihre Mama ist Deutsche, ihr Papa Italiener.
Aufgewachsen ist sie in Erftstadt-Liblar. Seit einigen Jahren wohnt sie in Brühl. Mit ihrem Freund führt sie das Kalt und Süss in Euskirchen. Dort herrschte nach ihrem Fernsehauftritt am Donnerstag großer Andrang. Du warst doch gestern im Fernsehen, toll. Viel Glück für die nächsten Runden, hörte sie fast den ganzen Tag von ihren Kunden. Selbst Maskottchen bekam sie geschenkt.
Die Musik ist mir regelrecht in die Wiege gelegt worden, sagt die 28-Jährige. Papa hat mich früher immer in den Schlaf gesungen. Als Kind hat sie viel mit ihrer Familie musiziert. Mit ihrem Vater trällerte sie Lieder von Adriano Celentano. Als Jugendliche, mit 13 Jahren, war sie in einer Band. Da hat sie die Charts rauf und runter gesungen. Ihre Vorbilder sind Mariah Carey, Whitney Houston, Tony Braxton und Anastacia.
Lucrezia Roncaletti hat bereits eigene Lieder geschrieben und gesungen, aber mehr für den Privatbereich. Einmal in der Woche singt sie im Studio, um ihre Stimmbänder zu trainieren. Interesse, bei der RTL-Show mitzumachen, hatte die talentierte Sängerin erst bekommen, als sie Endrunden der ersten Staffel verfolgt hatte. Im Februar hatte sie sich beworben. Mit ihr weitere 100 000. 22 000 wurden dann zum Casting eingeladen. In sechs Städten, darunter auch Köln, kamen jeweils die besten 25 weiter. Unter ihnen Lucrezia. Anfang Oktober geht es für sie und ihre 149 Konkurrenten in Berlin in die nächste Runde. Sollte sie diese Hürde auch schaffen, gehört sie zu den besten 50. Diese ermitteln dann in fünf separaten Shows die Zehn für die alles entscheidenden Finalrunden.
Bei ihrem ersten Fernsehauftritt vor Bohlen und Co. hatte die Deutsch-Italienerin den Song Ka-Ching von Shania Twain gesungen. Das weitere Prozedere nimmt sie noch gelassen: Mal sehen, wie weit ich komme. Ich mache das gewiss nicht wegen des Geldes oder des Ruhms, sondern nur, weil ich leidenschaftlich gerne singe.