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Maria-Hilf-KrankenhausDie Chefärztin ist wieder da

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<$1>Zurück im Maria-Hilf-Krankenhaus <$0>ist Dr. Birgitta Wesenberg alsChefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe. (Foto: Fratz)

BERGHEIM – Nach einem kurzen Gastspiel in einer südbadischen Privat-Spezialklinik und einem ebenso kurzen Gastspiel ihres Nachfolgers im Bergheimer Maria-Hilf-Krankenhaus (MHK) ist Dr. Birgitta Wesenberg (58) in das Krankenhaus in der Kreisstadt zurückgekehrt. Seit dem Monatsanfang leitet die beliebte und fachlich anerkannte Medizinerin wieder die Gynäkologie, Geburtshilfe und gynäkologische Onkologie.

Wesenberg oblag knapp fünf Jahre lang die medizinische Leitung der Abteilung, bevor sie zwecks beruflicher Weiterentwicklung im Februar dieses Jahres als Chefärztin an das Brustzentrum der Frauenklinik nach Rheinfelden wechselte.

Ihr Nachfolger in Bergheim, Dr. Markus Skrobol, hatte wenig Fortune, dem Vernehmen nach jedoch nicht in fachlicher Hinsicht, sondern mit dem kooperativen Führungsstil der Station. Nach nur drei Monaten trennten sich Chefarzt und Krankenhaus noch während der Probezeit einvernehmlich. MHK-Verwaltungsleiter Georg Lenhart bat Wesenberg, ihm mit ihren zahlreichen Kontakten bei der Wiederbesetzung des Postens behilflich zu sein. Die war ihrerseits alles andere als glücklich in der Fremde. Zwar gab es alle medizinischen Möglichkeiten, das Spektrum der Arbeit war ihr jedoch zu eng und der menschliche Aspekt unterbewertet. Als Lenhart anrief, hatte sie bereits mit der Suche nach einem neuen Betätigungsfeld begonnen. „Ist das ihr Ernst? Dann komme ich!“, überlegte Wesenberg nicht lange. „Es gibt keine Zufälle“, glaubt Lenhart an höhere Mächte. Wie das Personal in der Frauenabteilung ist auch er hocherfreut. „Seit sie zurück ist, hat keiner mehr nach seiner Kündigungsfrist gefragt. Das war vorher anders“, verrät der MHK-Chef.

Wesenberg war 2006 nach Bergheim geholt worden in der Hoffnung, das MHK zu einem Brustzentrum, eventuell mit Nachbarhäusern, ausbauen zu können. Das Land entschied anders. Dennoch habe Wesenberg, die als Spezialistin in der Diagnostik und Behandlung gut- und bösartiger Brusterkrankungen, in Descensus- (Scheidensenkung) und Inkontinenzbehandlung gilt, die damals stagnierende Abteilung in Schwung gebracht, wie Lenhart lobt. Die Beleg- und Geburtszahlen seien ebenso deutlich gestiegen wie die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen dank des kooperativen Führungsstils und wann immer möglich selbstbestimmter Arbeitszeiteinteilung. Beides wurde von Wesenberg in der MHK-Gynäkologie eingeführt.

„Der Markt ist schwierig. Wir wollten eine Frau auf dem Chefarztsessel. Das ist uns damals nicht gelungen, weil es keine entsprechenden Bewerber gab. Umso glücklicher sind wir, dass Frau Wesenberg, die wir damals nur schweren Herzens haben ziehen lassen, wieder zu unserem Team gehört“, sagt Lenhart.