Mehr Komfort für die Patienten
WESSELING. Rund 200 000 Euro hat das Dreifaltigkeits-Krankenhaus in den vergangenen 16 Monaten in neue Gerätschaften rund um die Anästhesie und die Intensivmedizin investiert. Mit weiteren 200 000 Euro unterstützte das Land Nordrhein-Westfalen die Modernisierungsarbeiten zum Ausbau der Intensivabteilung mit dem neuen Aufwachzimmer, in dem nun gleich fünf Patienten betreut werden können.
Gestern stellten der Leitende Chefarzt Dr. Ralf ScholerEvertz und Oberarzt Dr. Gerhard Schuler zusammen mit dem kaufmännischen Direktor des Krankenhauses, Dr. Johannes Güsgen, die Neuerungen vor.
Ziel der Modernisierung war es, eine weitere Verbesserung der Patientensicherheit, eine Steigerung der Behandlungsqualität und des Patientenkomforts sowie eine Erhöhung der Wirtschaftlichkeit zu erreichen. Die Geräte waren zwar in einem sehr guten Zustand, aber veraltert, begründete Dr. Ralf Scholer-Evertz die Investition. Schließlich sei auch an Wesseling die Erwartungshaltung der Patienten gestiegen.
Abgesehen davon hätte man ohne die Investitionen die Zertifizierung nicht geschafft. Chefarzt Scholer-Evertz auch die neue Beatmungshaube vor. Das ist keine Medizin vom anderen Stern, so Dr. Güsgen. Allerdings sei Wesseling Vorreiter dieser Neuheit. 15 bis 20 Prozent der Beatmungspatienten könnte damit geholfen werden. Ein Luftröhrenschnitt sei bei ihnen dann nicht mehr nötig, denn in der Haube herrsche Überdruck, der den Patienten die eigene Atmung erleichtert.
Neu sind auch so genannte Wärmegeräte. Damit soll das nach Operationen oft eintretende starke Zittern gemildert werden. So kommen die Patienten nun nach Operationen nicht nur in vorgewärmte Betten, auch die Infusionen zur Nachbehandlung werden in speziellen Wärmeschränken angenehm temperiert. Das fördert im Übrigen auch die Wundheilung, erklärte Dr. Ralf Scholer-Evertz.
Verbessert wurde auch die Lagerungshilfe. Um Druckschäden bei langer Bettlägigkeit zu minimieren werden Füße, Kopf und Ellebogen in Spezialkissen gelegt. Auch die neuen Pumpsysteme wurden vorgestellt. Mit ihrer Hilfe ist eine ganz genaue Dosierung von Medikamenten möglich. Dank der Modernisierung kann das Krankenhaus nun auch Brücke für sehr schwer Erkrankte sein, deren Intensivbehandlung in Wesseling bis zur Verlegung in ein Spezialkrankenhaus auf jeden Fall gewährleistet ist.
Als Riesenaufwand beschrieb Scholer-Evertz die Schulung der Mitarbeiter. Denn was nütze die ganze moderne Technik, wenn keiner sich imstande fühle, sie auch richtig einzusetzen.
