Die Models auf den Defilees in Mailand und Paris machten es vor - jetzt ist es Trend: Pixie nennt sich der Kurzhaarschnitt wie ihn Mia Farrow in den 60er Jahren trug. Männer lieben es dafür länger - à la Pilzkopf im Stil der Beatles.
„Der Trend bei Frauen geht allgemein zur Kürze“, sagt Stefanie Köhn, Präsidentin des Bundes Deutscher Haarformer (BDH). Schnitte wie der Bob oder der Garçon-Look seien Zwischenstufen, erklärt Simone Frieb, Trendexpertin der Kölner Fachzeitschrift „Clips“.
Nach den Models griffen einige prominente Stil-Vorbilder den New Look auf, allen voran Schauspielerin Sienna Miller. Die Britin ist das beste Beispiel dafür, wie variabel auch kurze Haare sind - weil die Seiten kurz gestuft, das Deckhaar aber relativ lang ist. Zudem wirkt der Pixie mit seinen schmalen Seiten und betontem Oberkopf sehr weiblich - und das ist jetzt wichtig.
Bei langen Haaren bekommt der beliebte „Sleek-Look“ mit „glattgebügelten“ Haaren jetzt Konkurrenz von üppigeren, glamourösen Frisuren. Aber auch klassische Pagenköpfe feiern ein ebenso ein Comeback wie lange, durchgestufte Haare. Ein Renner bleibt der Pony, der gerade bei einer hohen Stirn laut Stefanie Köhn ein „Jungmacher par excellence“ sei.
Volumen ins Haar für den „glam-Look“ bringt jetzt das so genannte „Push-up“ für natürlich fallende Locken. Klassische Rundwickler sind passé, Gummi-Papilloten und elliptische Formen im Trend. Zudem sind die neuen Dauerwell-Produkte schonender, halten aber auch weniger lange. Aber nach drei Monaten sind die Haare sowieso drei Zentimeter glatt nachgewachsen und fallen bei der sanften Dauerwelle erheblich weniger auf als bei früheren Krausköpfen. Daneben sind auch elegante Frisuren mit hochgesteckten Haaren wieder gefragt.
Männer mögen s traditionell schlichter, aber auch hier sind die 60er Trumpf. Beim Pilzkopf werden die über Ohren und im Nacken weich geschnittenen Haare ins Gesicht frisiert. Ein Trend, der in den Szenevierteln der Großstädte schon länger zu beobachten ist. Auch Farbe wird wichtig, allerdings nicht mit auffälligen Effekten, sondern natürlich und gesund wirkend.
Auch bei den Frauen sind die Farben gedämpfter, wärmer, goldener, und statt Strähnchen gibt es jetzt Painting: Der ganze Kopf wird mit drei bis vier abgestimmten Tönen gefärbt. Wirkt fast echt - selbst wenn die Haare wachsen. Doch egal, ob Blond oder Braun - entscheidend ist ein weicher Farbverlauf.
