Köln – Die 1600. Wohnung im Programm „Mieter werden Eigentümer“ der GAG Immobilien AG war für Käufer Armin Grathwohl ein Glücksfall: „Ich habe sie im Internet entdeckt und für meinen Sohn gekauft, der Student ist. Ich habe bei der Besichtigung zu ihm gesagt: Du kannst jetzt nur Ja oder Ja sagen.“ Für die modernisierte Zweizimmerwohnung mit Bad, Wohnküche und Balkon zahlte er rund 81 000 Euro. Wie er griffen viele seit Start des Programms zu. Mit Bewohnern des modernisierten Wohnkomplexes am Eifelwall / Gabelsberger Straße zog GAG-Vorstand Günter Ott positive Zwischenbilanz.
Seit 2003 wurden 1600 Wohnungen verkauft. Rund die Hälfte der Wohnungen wurde an bisherige Mieter, ein Teil wurde auf Empfehlung von Mietern veräußert oder kam auf den freien Markt, wenn sie leer standen, so Ljijana Martinac, Koordinatorin des Programms. Wer nicht kaufen wolle, bleibe Mieter.
„Ich habe gesagt: Wir brauchen nicht die GAG zu verkaufen, das können wir selber besser, und zwar mit sozial verträglichen Programmen, mit Investitionen in Modernisierung und Sanierung des Bestands, mit Berücksichtigung der Bewohnerstruktur und einer Aufwertung des Viertels“, betonte Ott mit Blick auf längst vergangene Debatten. „Wir verkaufen keine Wundertüten.“
Im Programm sind insgesamt 3800 Wohnungen. Bis 2015 ist der Verkauf von allen Objekten geplant. Der Preis beträgt pro Quadratmeter im Durchschnitt 1350 Euro, meist würden die Käufe voll finanziert.
Das Projekt habe sich als „Beschäftigungsmotor“ erwiesen, die GAG habe bereits 136 Millionen Euro durch den Verkauf an Mieter eingenommen, am Ende wird mit rund 400 Millionen Euro gerechnet. Insgesamt investiert sie laut Ott bis 2012 rund 1,2 Milliarden Euro. (MW)