Das „i.R.“ hinter seinem Namen steht ganz sicher nicht für „im Ruhestand“, denn Monsignore Rudolf Scheurer ist in der Seelsorge wie im Brauchtum immer unterwegs. „Der frühere Erzbischof Kardinal Höffner meinte gelegentlich, das i.R. könnte auch in Reichweite heißen“, teilt Scheurer mit - sicher liegt der 75-Jährige damit nicht falsch.
Inzwischen ist der Wahl-Lindlarer, der seit 2005 in der Pfarrgemeinde als Subsidiar lebt, seit einem halben Jahrhundert im Priesteramt. Es war der 2. Februar 1962, als Monsignore Rudolf Scheurer im Kölner Dom zum Priester geweiht wurde. Am Mittwoch feierte der noch 75-Jährige sein goldenes Priesterjubiläum, nur wenige Tage vor seinem Geburtstag am Samstag.
Geboren wurde Rudolf Scheurer ebenfalls in Lindlar, in Ohl bei Hartegasse. In Süng besuchte er erst die Volksschule, dann das Gymnasium in Neuss, bevor er in Köln und Bonn studierte. Seine erste Kaplanstelle hatte Rudolf Scheurer dann in St. Bonifatius in Nippes. Über Monheim führte ihn sein Weg nach Wissen an der Sieg, wo er schließlich auch Dechant des Dekanats Altenkirchen wurde. Dort wurde es „wie überall in der Erzdiözese“, so Scheurer, nötig, dass die Gemeinden enger zusammenarbeiten. Vielleicht ein Grund, warum Pastor Scheurer auch im Pfarrverband Lindlar aktiv in der Seelsorge mitarbeitet.
Gefeiert wird das goldene Priesterjubiläum am Donnerstag, 3. Februar, mit einer Festmesse um 18.30 Uhr in St. Severin und anschließendem Empfang im Severinushaus. Am Sonntag, 6. Februar, wird in St. Agatha, Kapellensüng um 10.30 Uhr eine Festmesse gefeiert, anschließend findet ein Empfang im Jugendheim statt. (lb)