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Müller-Becker tritt zurück

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BERGISCH GLADBACH. Der Vorsitzende des Gladbacher Kulturstadtverbandes, Ingo Müller-Becker, hat nun endgültig das Handtuch geworfen: Am Samstag trat er von seinem Amt zurück, am Sonntag folgte seine Stellvertreterin Miriam Hippchen.

Dabei hatte es kurz zuvor noch so ausgesehen, als wenn die Krise, die durch den Rückzug des Arbeitskreises der Künstler (AdK) aus dem Stadtverband hervorgerufen worden war, sich entspanne: Annelis Griebler, BLZ-Theaterkorrespondentin und Ehrenmitglied des Stadtverbandes, war mit einer Vermittlung betraut. „Mit dem AdK hat mein Rücktritt allenfalls mittelbar zu tun“, stellte Müller-Becker gestern gegenüber der BLZ jedoch klar. In der Sache verwies er auf seine Rücktrittserklärung auf der Web-Seite des Stadtverbandes. Dort ( www bergischgladbach.de / StadtverbandKULTUR.aspx) steht der Satz: „Ich bin weder in der Lage noch willens, auch weiterhin die strukturellen Mängel auszugleichen.“

Hinter den „strukturellen Mängeln“ verbirgt sich zum einen Enttäuschung über mangelnde Verbandssolidarität insbesondere der etablierteren Mitgliedsvereinigungen, vor allem aber über fehlende Unterstützung durch die Stadt und den Fachbereich Kultur, die zwar seinerzeit die Gründung des Stadtverbands betrieben haben, ihn aber aus Sicht des scheidenden Vorsitzenden routinemäßig ignorieren. Das Fass zum Überlaufen brachte offenbar die Landesprämierung des „Kommunalen Konzepts Kulturelle Bildung“. Während in der Mitteilung des Landtagsabgeordneten Holger Müller vom 23. Oktober der Stadtverband noch als Preisempfänger mit erwähnt wird, war bei der Vorstellung des Konzeptes durch Stadt und das Verbandsmitglied Kreativitätsschule gestern nicht mehr von ihm die Rede. (gf) Seite 39