Gelsenkirchen – Gute Nachricht für Bahnfahrer und Pendler: Einen Monat nach dem Aus des Regionalbahn-Unternehmens Abellio sollen die Züge im Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen wieder „normal” fahren. Nach dem Betreiberwechsel zum 1. Febraur kehren die Nachfolge-Unternehmen am kommenden Montag (28. Februar) „weitestgehend zum regulären Leistungsangebot” zurück, teilte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) am Freitag in Gelsenkirchen mit.
Am Sonntag ende der zwischen dem VRR, Nahverkehr Westfalen-Lippe und Nahverkehr Rheinland sowie den drei fortführenden Eisenbahnverkehrsunternehmen abgestimmte Übergangsfahrplan auf den zuvor bis Ende Januar von Abellio betriebenen Linien in NRW. Vom Betriebsstart am Montag an sollen die derzeit zum Teil mit eingeschränktem Leistungsangebot bedienten Linien von DB Regio, National Express und Vias Rail wieder weitestgehend nach regulärem Fahrplankonzept gefahren werden.
Der Übergangsfahrplan umfasst je nach betroffener Linie den Einsatz von abweichenden Fahrzeugen, eine Reduzierung des Fahrplantaktes oder Schienenersatzverkehre. In den vergangenen Tagen seien bereits einzelne Zuglinien zum Regelangebot zurückgekehrt, hieß es weiter.
Aufgrund der angespannten Corona-Lage werde das geltende Ersatzkonzept im Bereich des Ruhr-Sieg-Netzes um 14 Tage bis 13. März verlängert. So werde die RB 46 bis dahin vom Unternehmen WFL oder im Schienenersatzverkehr betrieben. Auf den Linien RB 91 und RE 16 soll der Abschnitt zwischen Letmathe und Iserlohn weiterhin mit Bussen funktionieren. Die Pandemie könne wegen kurzfristiger Krankmeldungen oder Quarantäneanordnungen auch auf anderen Linien vereinzelt noch zu kurzfristige Fahrplanänderungen und Störungen führen, die auf den elektronischen Fahrplanauskünften angezeigt würden.
Das niederländische Unternehmen Abellio hatte den Betrieb in NRW Ende Januar eingestellt. Bis dahin war es der zweitgrößte Schienenpersonenverkehrsanbieter im Land, hatte aber tiefrote Zahlen geschrieben und steckt in einem Schutzschirm-Insolvenzverfahren.
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