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Nach InsolvenzverfahrenKaum noch Hoffnung für Visanus

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Lindlar – Die Hoffnungen der Mitarbeiter sind schon fast gestorben. Ihre Perspektive, den Job zu behalten, fast bei Null. Nachdem im Februar das vorläufige Insolvenzverfahren für die Visanus GmbH mit Sitz im Industriegebiet Klause eröffnet worden ist, scheint jetzt endgültig das Ende des erst 2003 gegründeten Unternehmens gekommen.

Die meisten Mitarbeiter sind frei gestellt

Während Rechtsanwalt Dr. Holger-René Bruckhoff aus Köln, der für den Fall bestellte Insolvenzverwalter, gestern per Mail nur mitteilte, dass er „keine abschließenden Informationen zur Verfügung stellen könne“, heißt es aus dem Umkreis des Unternehmens, dass nur noch einige wenige Mitarbeiter im Stammsitz in Lindlar Rest-Geschäfte abwickelten. Die meisten seien bereits frei gestellt. Aufträge würden nicht mehr eingehen, das Telefon sei nicht besetzt.

Neben Lindlar sind von der Insolvenz Standorte in Adelheidsdorf, Berlin, Buxtehude, Erlangen, Gera, Luckau, München, Reutlingen, Schwäbisch Gmünd und Wiesloch betroffen. Wie viele Mitarbeiter insgesamt ihre Arbeit verlieren, ist nicht zu erfahren.

Visanus war als ein bundesweit tätiges Unternehmen im Sanitätsfachhandel bekannt - so vermarktete man im Bereich der Medizintechnik beispielsweise Sauerstoffgeräte, im Bereich der Hilfsmittel Rollstühle, Bad- und WC-Hilfen, Gehhilfen, Anti-Dekubitis-Systeme, Betten, Lifter und vieles mehr. Auch Reparaturen wurden vorgenommen. Mit einer Lagerfläche in Lindlar von mehr als 5000 Quadratmetern besaß man ausreichende Kapazitäten; die zahlreichen Standorte sollten eine gute Vernetzung und damit Service im Bundesgebiet garantieren, wie es auf der Internetseite der Firma heißt.

Die Hoffnungen, dass es Visanus gelingt, aus der Insolvenz gerettet zu werden, sind derweil gering. Ohnehin laufe der Mietvertrag für die Räume am 30. Juni aus, heißt es vom Vermieter aus Engelskirchen. Doch wahrscheinlich geht es mit dem Unternehmen schon früher zu Ende. Schon am 30. April, so die Information der BLZ, könnte das Geschäft endgültig abgewickelt sein. Die Geschäftsführung war für Rückfragen nicht erreichbar.