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Nach sieben JahreEric Tjarks verlässt die VR-Bank

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Bergisch Gladbach – Die Bombe ließ Dr. Eric Tjarks, Vorstand der VR-Bank Bergisch Gladbach-Overath-Rösrath, ganz zum Schluss der Bilanzpressekonferenz platzen: „Ich scheide zum 30. Juni 2009 aus dem Amt aus“, verkündete Tjarks, der sieben Jahre im Vorstand der Bank saß.

Zu einer Sparkasse nach Süddeutschland zieht es den 45-Jährigen. Damit wird das letzte Vorstandsmitglied der ehemaligen Paffrather Raiffeisenbank das Institut verlassen, nachdem 2006 bereits Dr. Martin Schilling aus dem ursprünglichen Vorstandsquartett ausgeschieden war. Damals hatte es auf der ersten Vertreterversammlung der fusionierten Bank einen Eklat gegeben, gestern demonstrierte der Vorstand Geschlossenheit: „Ich gehe mit mindestens einem weinenden Auge“, betonte Tjarks, Kollege Franz Hardy bekräftigte: „Wer uns am Weiberdonnerstag zusammen hat feiern sehen, weiß, dass da etwas zusammengewachsen ist.“ Einen Nachfolger wird es nicht geben, Hardy und Lothar Uedelhoven bilden nun den zweiköpfigen Vorstand, „die Abteilungsleiter-Ebene wird neu sortiert“, so Hardy.

Zuvor hatte der Vorstand gleichwohl viel Gutes zu berichten gehabt. „Die Finanzmarktkrise hat uns nicht erschüttert“, so Hardy. Ein wenig Genugtuung mit Blick auf die strauchelnden Großbanken können sich die VR-Banker leisten: „Unser Geschäftsmodell ist oft belächelt worden. Jetzt sieht man, dass es den Stresstest bestanden hat“, so Tjarks. In wirtschaftlich unruhigen Zeiten suchten die Menschen Halt und Sicherheit in bekannten Strukturen und Werten, erklärte Lothar Uedelhoven das Vertrauen vor allem der mittelständischen Unternehmen. Mit einer Mittelstandsinitiative will die VR-Bank nun in die Offensive gehen.

Ärger gibt es dennoch, und zwar über die Angebote der staatlich unterstützten Privatbanken: Wenn die „unrealistisch hohe Zinsen auf Tagesgeld oder Tankgutscheine“ anböten, sei das „Wettbewerbsverzerrung“, machte Uedelhoven seinem Unmut Luft.

2009 und 2010 erwartet der Vorstand „schwierige Zeiten, die wir aber gut überstehen werden“, so Hardy. Viel hänge nun von der Entwicklung des Arbeitsmarkts ab. Eine Kreditklemme drohe keineswegs: 2008 wurden 1586 Anträge bearbeitet, 150 mehr als 2007.