Wühlmäuse sind derzeit eine Plage. Viele Leserinnen und Leser beklagten bei der Telefonaktion, dass die kleinen Nager im Moment regelrecht über ihre Gärten herfallen und die Wurzeln von Blumen und Sträuchern anfressen würden. „Das wirksamste Mittel gegen sie sind Wühlmausfallen“, betont Baumschulinhaber Oliver Fink. Gespickt mit einem Stück Sellerie, Möhre oder auch etwas Schokolade als Lockmittel gingen die Wühlmäuse besonders gut in diese Fallen, ergänzt Gartenbauingenieurin Ulrike Lindner. Daneben gebe es im Gartenfachhandel spezielle Wühlmausköder, die in die Gänge der Tiere gesteckt werden müssten und die die Tiere verenden ließen. Das einfachste Mittel gegen die Nager aber seien immer noch im Garten tobende Kinder. Ein solcher Lärm schrecke die Wühlmäuse ab.
Gemeinsam mit Pflanzenschutzexperte Ralf Jung und Landschaftsgärtnermeister Frank Demel beantworteten die beiden Experten zum Start in die Gartensaison die Fragen unserer Leser. Eine Auswahl:
Ich habe bereits zwei Mal in meinem Beet einen Rhododendron gepflanzt. Jedes Mal ist er abgestorben Woran kann das liegen?
Wahrscheinlich handelt es sich um das sogenannte „Rhododendronzweig-Sterben“, das durch einen speziellen Pilz verursacht wird, der im Boden sitzt und ausschließlich Rhododendren befällt. Der Pilz greift die Wurzeln an. Die Folge: Der Rhododendron kann keine Nährstoffe und Wasser mehr aufnehmen und stirbt plötzlich ab. Da sich der Pilz im Boden nicht bekämpfen lässt - es sei denn, man tauscht aufwendig den Boden aus - sollte man für die Stelle eine andere Pflanze auswählen.
Kann ich jetzt Rasen nachsäen?
Noch ist es dafür ein wenig zu früh. Erst wenn eine konstante Bodenwärme von etwa fünf Grad wieder erreicht ist, beginnt der Rasen zu wachsen. Erst dann sollte man vertikutieren, mähen oder nachsäen. Dann ist auch die richtige Zeit, um einen stickstoff-betonten Langzeitdünger auszubringen, der das Zellwachstum des Rasens unterstützt.
Kann ich jetzt eine Bauernhortensie pflanzen?
Grundsätzlich gilt zwar, je früher gepflanzt wird, umso besser. Die Hortensien haben aber bereits ausgetrieben. Da sie keine Spätfröste vertragen, sollte man jetzt noch bis Ende März / Anfang April mit dem Pflanzen warten oder aber sie gut abdecken, wenn es noch einmal sehr kalt wird.
Kann ich jetzt meinen japanischen Ahorn zurückschneiden?
Nein, der japanische Ahorn sollte gar nicht zurückgeschnitten werden, da er extrem langsam wächst und sehr empfindlich ist. Wenn man ihn überhaupt zurückschneiden will, sollte man darauf achten, dass das Werkzeug und Schnittstelle sehr sauber sind. Wichtig ist ein Wundverschluss mit einem Fungizid , um das Eindringen einer Pilzkrankheit zu verhindern.
Ich habe vergangenes Jahr eine Kletterrose gepflanzt. Kann ich sie jetzt zurückschneiden?
So lange man sie nicht neu aufbauen möchte, muss man eine Kletterrose nicht zurückschneiden. Wichtiger ist es die „alten“ langen Triebe immer wieder festzubinden.
Kann ich meine Kübelpflanzen jetzt wieder rausstellen?
Viele Kübelpflanzen wie z.B. Oleander vertragen zwar leichten Frost, trotzdem sollte man sie noch ein klein wenig im schützenden Winterquartier lassen. Wenn man sie später heraus stellt, sollte man das lieber an einem trüben Tag machen, da die Pflanzen sonst einen Sonnenbrand bekommen.
Kann man vorbeugend etwas gegen Schnecken machen?
Das einzige, was man tun kann, ist bereits jetzt den Boden immer wieder auflockern, damit er gut abtrocknet. Sobald die Schnecken Mitte /Ende April schlüpfen, sollte man Schneckenkorn einsetzen.
