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Neue StudieDarum wird Hören im Alter schwieriger

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Nicht nur das Ohr trägt dazu bei, dass mit zunehmendem Alter die Hörleistung nachlässt.

Die Ursachen für schlechteres Hören und Verstehen mit fortschreitendem Alter sind komplexer als bisher angenommen. Nicht nur Verschleißerscheinungen im Innenohr, sondern auch der Alterungsprozess des Gehirns beeinträchtigt die Sprachverarbeitung. Das fanden Wissenschaftler der Universität Zürich heraus, wie die Fördergemeinschaft Gutes Hören berichtet. Im Rahmen einer Studie wurden jüngere und ältere Menschen mit und ohne Hörverlust bezüglich ihres Sprachverstehens getestet. Demnach mussten schon ältere Patienten ohne Hörminderung deutlich mehr Anstrengung im Gehirn aufwenden als jüngere Probanden. Bei älteren Menschen mit einer Hörminderung war die Anstrengung noch größer.

Gerät dauerhaft tragen

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Hörgeräte können die Lebensqualität deutlich erhöhen.

Die Studie zeigte auch, dass regelmäßiges Tragen von Hörgeräten wieder zu einem besseren Sprachverstehen führt. Ältere Menschen mit Hörverlust, die neu mit Hörgeräten versorgt wurden, brauchten rund zwölf Wochen intensives Training, um Sprache wieder annähernd so gut verarbeiten zu können wie Gleichaltrige ohne Hörverlust. Für die Rückkehr zu besserem Sprachverständnis sollten die Hörsysteme während des ganzes Tages, also mindestens zwölf Stunden, ohne Unterbrechung getragen werden. Die Erkenntnisse zeigen, wie wichtig es für den Erfolg ist, seine Hörgeräte regelmäßig zu nutzen. Dadurch stellt sich außerdem schnell die nötige Routine ein, die wesentlich dazu beiträgt, die gewohnte Lebensqualität zurückzugewinnen und hilft Normalität in den Alltag einkehren zu lassen.

Hörleistung lässt allmählich nach

Der Verlust von Haarsinneszellen im Innenohr bleibt der auslösende Faktor für die Hörbeeinträchtigungen, die mit der Zeit vor allem das Sprachverstehen anstrengender machen. Viele Menschen kennen dieses Phänomen. Zunächst scheint es, als ob Gesprächspartner undeutlich sprechen, auch Unterhaltungen in einer großen Runde werden merklich schwieriger. Zu Hause wird der Fernseher einige Stufen lauter geschaltet. Die gesamte Kommunikation wird zunehmend anstrengender und kann schließlich zu allgemeiner Unzufriedenheit und schneller Ermüdung führen. Dass sich aber zudem die natürlichen Alterungsprozesse im Gehirn nachteilig auf das Sprachverständnis auswirken, zeigen nun die Studienergebnisse.

Gehirn bleibt lernfähig

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Die Geräte sind heute diskret und leistungsfähig.

Denn Hören und Verstehen findet nicht nur mit den Ohren statt, sondern zu großen Teilen im Gehirn. Beides ist im Normalfall perfekt aufeinander abgestimmt. Kommt es dort an einer Stelle zu Beeinträchtigungen, wird das gesamte System geschädigt. Hörgeräte helfen, die Defizite bei der Schallaufnahme individuell auszugleichen, ihre regelmäßige und konsequente Nutzung unterstützt das Hörzentrum im Gehirn bei der Auswertung. Im Gegensatz zu den Haarsinneszellen, die sich nicht regenerieren können, ist das Gehirn in der Lage, durch regelmäßiges Training, neue neurale Verknüpfungen zu erstellen und somit wieder ein besseres Sprachverstehen zu ermöglichen. Dafür sind vom Hörakustiker angepasste Hörsysteme die Voraussetzung.

Kostenlose Hörtests nutzen

In Deutschland hören Schätzungen zufolge mehr als 15 Millionen Menschen nicht mehr einwandfrei. Davon nutzen aber nur rund 3,5 Millionen moderne Hörsysteme und sichern damit ihr Wohlbefinden und ihre Lebensqualität. Ein Grund ist, dass viele Menschen ihr Hörvermögen besser einschätzen als es ist. „Der Übergang vom einwandfreien Hören zu leichten Hörminderungen verläuft fließend,“ sagt Burkhard Stropahl von der Fördergemeinschaft Gutes Hören. „Man glaubt, noch gut zu hören, versteht aber immer weniger, vor allem wenn es lauter wird.“ Aufschluss gibt ein kostenloser Hörtest beim Fachhändler oder natürlich beim Ohrenarzt. Qualifizierte Hörgeräteakustiker bieten eine große Auswahl modernster Hörhilfen, passen sie an und leisten eine mehrjährige Nachbetreuung. Mit Hörtraining kennen sie sich ebenfalls bestens aus.

Weitere Infos finden Sie unter  www.fgh-info.de.

Neue Resolution

WHO fordert Mitglieder zu Hörvorsorge auf

Weltweite Hörprävention und der Zugang zu einer guten Hörversorgung – das soll ein wesentliches gesundheitspolitisches Ziel der Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sein, so eine Resolution. Die WHO fordert ihre Mitglieder auf, die langfristige Verbesserung der Hörvorsorge und den Zugang zu ausreichend Hörsystemen in die nationalen Gesundheitsprogramme aufzunehmen. Dazu zählen Hörscreenings bei Neugeborenen, Kleinkindern und Kindern, aber auch Überprüfungen der Hörleistung bei Erwachsenen und Risikogruppen. Es wird ebenfalls die Ausbildung von Fachpersonal und der flächendeckende Zugang zu einer bezahlbaren und qualifizierten Hörversorgung gefordert. Laut WHO haben rund 360 Millionen Menschen auf der Welt einen Hörverlust, darunter circa 32 Millionen Kinder. Fast 90 Prozent der Betroffenen leben in Ländern mit niedrigen oder mittleren Einkommen.