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Neuer Chefarzt will Endoskopie ausbauen

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SIEGBURG. 32 Millionen Euro wird der zur Fresenius AG gehörende Krankenhausbetreiber Helios in den nächsten vier Jahren in die Sanierung und Modernisierung des Siegburger Klinikums investieren. Im ersten Schritt wird das viel kritisierte Bettenhaus auf Hotelstandard gebracht, anschließend werden in einer zweiten und dritten Bauphase die Operationssäle und Funktionsräume modernisiert. Nachdem alle Bemühungen um Landeszuschüsse zu der Sanierung erfolglos geblieben sind, habe sich Helios, das seit einem Jahr das Siegburger Krankenhaus führt, dazu entschlossen, die notwendige Modernisierung aus eigener Tasche zu finanzieren, sagte der Siegburger Klinikums-Geschäftsführer Peter H. Kilian.

Auch wenn diese Information nur am Rande der Vorstellung des neuen Chefarztes der Medizinischen Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie preisgegeben wurde, so waren diese erfreulichen Zukunftsaussichten mitentscheidend gewesen für Privatdozent Dr. Michael Schepke (39), von der Uniklinik Bonn, wo der Mediziner für Innere Medizin und Gastroenterologie zuletzt als Leitender Oberarzt arbeitete, nach Siegburg zu wechseln. Am 1. Januar löste er Professor Rainer Müller ab, der nach 15 Jahren in Siegburg in den Ruhestand gegangen war. 13 Jahre hatte Schepke, ein gebürtiger Detmolder, an der von Professor Tilman Sauerbruch geleiteten Medizinischen Uniklinik Bonn behandelt, vorrangig Patienten mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber und der Bauchspeicheldrüse. Jetzt möchte er das Spektrum der Endoskopie in Siegburg mit Hilfe neuer Technologien wie die der Endosonografie erweitern. In den nächsten fünf Wochen werden noch zwei Oberärzte das Team um Chefarzt Schepke verstärken. Ihre Vorgänger waren im vergangenen Jahr ausgeschieden. Die Medizinische Klinik in Siegburg verfügt über 90 Betten. Im vergangenen Jahr wurden dort 3400 Patienten behandelt.

Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn, der zur Vorstellung des neuen Chefarztes gekommen war, freute sich nicht nur über die personelle Ver- stärkung am Klinikum, sondern auch über die Ankündigung der fälligen Sanierungsmaßnahmen, die nicht nur für Siegburg, sondern für die gesamte Region ein Gewinn seien. Die Stadt Siegburg, die das ehemals städtische Krankenhaus vor drei Jahren an die Fresenius AG verpachtet hat, beteiligt sich jährlich mit 1,58 Millionen Euro an den Investitionen.