Ein Schulleiter ist auch ein Notfallmanager, sagt Dr. Inge Mertens-Billmann. Der Einstieg in die neue Umgebung fiel leicht, bereits nach sechs Wochen war das Ende der Schnupperphase erreicht. Heute wird sie offiziell als neue Schulleiterin des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums in Bergisch Gladbach vorgestellt. Die Feierstunde beginnt um 11.30 Uhr in der Aula.
Mertens-Billmann ist bereits seit dem 1. August am NCG. Nach einer dreimonatigen Probezeit als Stellvertreterin folgte die Beförderung, seit 1. November ist die Lehrerin für Biologie und Französisch Oberstudiendirektorin und NCG-Chefin. Als solche will sie sich aber nicht aufführen: Für mich war es kein Sprung ins kalte Wasser, das Kollegium war freundlich erwartungsvoll. Beide Seiten waren von Beginn an positiv neugierig, so Mertens-Billmann.
Die Führungsposition ist kein Neuland. Zuvor war die zweifache Mutter seit Februar 2006 Stellvertreterin am Evangelischen Schulzentrum in Hilden. Hier unterrichtete sie seit 1981 am Gymnasium. In der Führungsetage sei sie schnell auf den Geschmack gekommen. Bei zahlreichen Fortbildungen habe sie viel gelernt und letztlich den Entschluss gefasst, sich am NCG zu bewerben, so Mertens-Billmann. Zusätzlichen Reiz übte die Nähe zum Wohnort Refrath aus: Ich kenne die Gladbacher Schullandschaft, meine Töchter Cordula und Maren sind hier zur Schule gegangen.
Nachdem sich Norbert Liesenfeld im Sommer 2008 in den Ruhestand verabschiedet hatte, war die Position vakant. Ein Jahr lang führte Michael Scherwionke das Lehrinstitut kommissarisch, jetzt gibt es endlich wieder zwei Leiter für mehr als 1050 Mädchen und Jungen. In der Oberstufe besuchen um die 120 Schüler jeden Jahrgang, in der Sekundarstufe I ist das NCG vier- bis fünfzügig. Trotz der enormen Besuchszahlen haben die Kinder und Jugendlichen ihre neue Leiterin überzeugt: Die Grundstimmung ist positiv, das sollten wir erhalten. Unter den Schülern gilt das NCG als interessant, spannend und gesegnet mit vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten, sagt die 54-Jährige.
Die aktive Elternschaft erleichtert Mertens-Billmann die Arbeit. Alleine 60 Mütter und Väter sorgen in der Cafeteria dafür, dass niemand verhungert. 15 weitere halten den Betrieb der Bücherei aufrecht.
Wenn Mertens-Billmann Zeit findet, ist sie gerne in der freien Natur unterwegs. Bei ausgiebigen Spaziergängen und Radtouren sammelt sie neue Kraft für die kommenden Aufgaben.