RHEIN-ERFT-KREIS. Über ein durchschnittliches Einkommen von 19.290 Euro verfügte jeder Einwohner in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2007. Wie das Statistische Landesamt ermittelte, waren das 306 Euro mehr als im vorausgegangenen Berichtsjahr.
Den Spitzenplatz der höchsten verfügbaren Einkommen je Einwohner nahm unter den 396 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen Attendorn im Kreis Olpe mit 47.914 Euro ein. Schlusslicht war Selfkant im Kreis Heinsberg mit 13.947 Euro.
Hinter dem Landesmittel von 19.290 Euro pro Kopf bleibt der Rhein-Erft-Kreis mit zuletzt 18.942 Euro verfügbarem Einkommen leicht zurück. Auch in der angrenzenden Metropole Köln liegt das durchschnittliche verfügbare Einkommen mit 19.850 Euro deutlich höher.
Unter verfügbarem Einkommen verstehen die Statistiker die Summe aus Arbeitnehmerentgelt und Einkünften aus selbständiger Arbeit und Vermögen, die privaten Haushalten nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben und zuzüglicher empfangener Sozialleistungen für Konsum- und Sparzwecke in der eigenen Tasche verbleiben. Die Ermittlung des verfügbaren Einkommens ermöglicht Aussagen über die Kaufkraft, dabei bleibt die Preisentwicklung allerdings unberücksichtigt.
Die Kreisstadt machte den größten Sprung
Gegenüber dem Vorjahr 2006 war das durchschnittliche verfügbare Einkommen der Rhein-Erft-Kreis-Bewohner im Jahr 2007 um 295 Euro gestiegen. Dieses Plus bleibt jedoch hinter dem Landesmittel von 309 Euro mehr im Portmonee für jeden Nordrhein-Westfalen zurück.
Den geringsten Geldzuwachs im Kreis gab es mit 145 Euro in Hürth, den größten mit 432 Euro in Bergheim. Die stärkste Kaufkraft machten die Statistiker in Pulheim aus, wo durchschnittlich jeder Einwohner über 22.242 Euro Einkommen verfügt. Am wenigsten Geld haben die Bedburger in der Tasche: Nur 16.980 Euro hat man dort pro Person für Konsum und Sparen.
Wie die Pulheimer verfügen die Frechener mit 19.573 Euro über mehr Geld als die Menschen im Landesdurchschnitt. Ebenfalls über dem Landesmittel liegen die Erftstädter mit 19.404 Euro. Den Platz vor dem Schlusslicht Bedburg belegt Wesseling mit 17.147 Euro verfügbarem Pro-Kopf-Einkommen.
Insgesamt erzielten die Einwohner des Rhein-Erft-Kreises nach dieser Landesstatistik im Jahr 2007 Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen, so genanntes Primäreinkommen, in Höhe von mehr als 10,7 Milliarden Euro. (uw)
