Hennef – HENNEF. In einer Kurve war der Kleinwagen über die Gegenfahrbahn hinweg in die Böschung ge-schleudert. Ein 25-jähriger LKW-Fahrer eines Entsorgungsfachbetriebes aus dem Westerwaldkreis war gegen 5 Uhr mit seinem 40-Tonner samt Anhänger auf dem Firmenhof in Richtung Autobahn 560 gestartet. In der Ortsmitte von Uckerath leuchtete plötzlich die Öldruck-Warnleuchte der neuwertigen Zugmaschine auf. Als der Fahrer anhielt, stellte er fest, dass der gesamte Motorraum voller Öl bespritzt war, welches sich bereits an heißen Motorteilen entzündet hatte. Mit einem Feuerlöscher gelang es dem Mann, den Entstehungsbrand zu ersticken.
Auf gut fünf bis zehn Liter schätzte der Fahrer die Ölmenge, deren Großteil sich zwischen „Vierwinden" und Hennef-Wasserheß auf der Fahrbahn in Richtung Hennef verteilt hatte. Die Ölspur erkannte ein 60-jähriger Autofahrer aus dem Westerwald zu spät. Gegen 5.30 Uhr schleuderte sein Kleinwagen kurz vor Wasserheß aus einer Rechtskurve über die Gegenfahrbahn hinweg in die Böschung. Dort kollidierte das Fahrzeug mit Bäumen und drehte sich dabei mehrfach, ehe es im Straßengraben stehen blieb.
Der 60-jährige Fahrer und seine Beifahrerin wurden mit Verdacht auf schwere Rückenverletzungen von Notärzten aus Eitorf und Rheinland-Pfalz versorgt. Unter Leitung von Ralf Schwarzbach vom Löschzug Mehren aus dem Westerwaldkreis gelang es den 50 Einsatzkräften der Feuerwehr, die Insassen aus ihrem Unfallwrack zu befreien. Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten blieb die Bundesstraße 8 bis nach 8 Uhr für den Verkehr in beide Richtungen komplett gesperrt. Die Reste der vom Regen ins Erdreich und die Kanalisation gespülte Ölspur beseitigten die Straßenmeistereien aus NRW und Rheinland-Pfalz. Der LKW-Fahrer wartete derweil auf einem Parkplatz bei Uckerath auf Hilfe. Zwei geladene und gezogene Container mit hochentzündlichem Gefahrgut wurden von anderen Transportfahrzeugen übernommen, ehe die Zugmaschine in eine Fachwerkstatt nach Sankt Augustin geschleppt werden konnte.
