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Oldtimer-AutosAkademiemotor stottert noch

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BERGNEUSTADT. Auf das kommende Jahr verschoben hat der Reichshofer Investor Karl-Heinz Feustel den Start der Bauarbeiten für seine „Akademie“ zur Restaurierung von Oldtimer-Autos der Marke Porsche. Hintergrund ist Feustels Unzufriedenheit mit der Arbeit seines bisherigen Architekten.

Über seinen Siegburger Anwalt Martin Kleinfeld lässt Feustel mitteilen, dass er mit dem Hildener Architekten Wolfgang Frey uneins über „Qualität der Leistung und Höhe der Vergütung“ ist. Zwischenzeitlich wurde bereits ein neuer Architekt beauftragt, der auch schon bei der Bergneustädter Bauverwaltung vorgesprochen hat, um einen neuen Bauantrag vorzubereiten. Die Bauverwaltung war nach eigenen Angaben vor den Ferien selbst von der neuen Entwicklung überrascht worden.

Anwalt Kleinfeld versichert, dass er keine Kenntnis von irgendwelchen Finanzierungsproblemen habe. Ursache des Stillstands sei allein die Auseinandersetzung mit dem Architekten. Auch die Stadtverwaltung geht weiterhin davon aus, dass das Projekt ernsthaft angegangen wird.

Im Mai 2007 hatte Feustel seine Pläne für eine neue Nutzung des von ihm erworbenen Geländes der Alfred-Nau-Akademie vorgestellt. Aus der Bildungseinrichtung der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung soll eine Akademie werden, in der Feustel in Seminaren und Workshops seine Erfahrungen in der Restaurierung von Porsche-Autos der 9er Baureihe weitergibt.

Karl-Heinz Feustel hat 1974 seinen ersten Porsche restauriert. Was zunächst eine Freizeitbeschäftigung war, entwickelte sich zu einem Beruf. Seit 1991 betreibt er in in Heischeid die Raceline GmbH.

Der Bergneustädter Stadtrat hat Feustels Projekt bereits im April 2008 mit einer Änderung des Bebauungsplans grünes Licht gegeben. Im vergangenen Oktober wurde dann ein Teil der alten Gebäude der Alfred-Nau-Akademie gesprengt. (tie)