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Olympia 2008Voll auf die Bälle

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Köln – Das Leben ist schöner, wenn man einen Hockey-Schläger besitzt. „Es ist gut, dass ich etwas habe, mit dem ich mich abreagieren kann“, sagt Anne Krause (19), die seit ihrem fünften Lebensjahr Feldhockey beim Tennis- und Hockeyverein „Rot Weiß“ in Müngersdorf spielt. Keine Sorge, mit ihrem Schläger reagiert sie sich natürlich nur an Hockey-Bällen ab.

Abseits vom Spielfeld gibt sich Krause sehr bescheiden. Sie wagt nicht, von einer Olympia-Teilnahme zu träumen. „Das ist schon sehr hoch gesteckt. Aber ich bin stolz, dass ich es in die Damenmannschaft geschafft habe“, sagt sie und wird gleich darauf wieder bescheiden: „Wir haben dieses Jahr bei der EM den dritten Platz geholt, allerdings war ich nur als Ersatzspielerin dabei.“ Die richtigen Voraussetzungen für eine sportliche Karriere hat Krause in jedem Fall. Nach dem Abi hat sie dieses Jahr die Aufnahmeprüfung an der Sporthochschule geschafft. „Sicherheitshalber habe ich mich auch für ein Medizinstudium beworben. Aber ich bin glücklich, dass ich jetzt an der Spoho studieren darf. Die Aufnahmeprüfung war sehr anspruchsvoll, vor allem der psychische Druck war groß.“

Sport ist das wichtigste in Krauses Leben - mit Einschränkungen: „Es müssen Mannschaftssportarten sein. Leichtathletik ist nichts für mich. Ich brauche den Zusammenhalt im Team.“ Drei- bis viermal pro Woche trainiert Anne Krause, an den trainingsfreien Tagen fährt sie viel Fahrrad. „Hockey war mir eben immer das wichtigste. Manchmal habe ich Angst, dass ich meinen Freundinnen, die mit dem Sport nichts zu tun haben, viel zu viel davon erzähle“, meint sie, freut sich aber, dass die Freundinnen so viele ihrer Spiele wie möglich besuchen. „Ich selbst schaue Hockey-Spiele eigentlich erst seit den letzten olympischen Spielen an“, gibt sie zu. „Und jetzt versuche ich natürlich, so viele Spiele der Damenmannschaft in Peking wie möglich zu sehen.“ Bei ihrem Tipp für die Damen ist Krause weniger bescheiden: „Sie holen auf jeden Fall eine Medaille.“