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PeelingRubbeln bringt die Haut in Schwung

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Auch wenn das Wetter es derzeit nicht bestätigt: Der Sommer ist da! Da soll die Haut frisch und vital aussehen, wobei ein Peeling hilft. Wer mit Selbstbräuner Sommersonne ins Gesicht zaubern will, sollte ohnehin vorher mit einer Rubbelkur die Haut von alten Schüppchen befreien. Ausnahme: Sehr feinporige, empfindliche Haut und solche mit winzigen Besenreisern verträgt die „Schmirgeleien“ oft nicht.

Vorsicht bei chemischen Produkten

Nach einem Peeling wirkt der Teint straffer, rosig und zart, weil die Schüppchen der Hautschicht entfernt werden, die den Teint stumpf und fade aussehen lassen. Auch kleinere Unreinheiten verschwinden, und die Durchblutung wird angekurbelt. Spezielle Produkte können, müssen aber nicht sein.

Ein rauer Schwamm oder eine Bürste und Mandelkleie sorgen für den gleichen Effekt. Das funktionierte schon zu Zeiten, als von Peeling noch keine Rede war, von spezieller Produktvielfalt schon gar nicht. Zudem unterstützt die Massage die natürliche Hauterneuerung. Eleganter und auch besser duftend sind Cremes mit zerstoßenen Mandel- oder Aprikosenkernen, kleinen Reispartikeln oder Polyethylenkügelchen, mit denen man den ganzen Körper „abschrubben“ kann.

„Vermehrt angeboten werden jetzt neben den mechanischen Peelings mit Rubbelpartikeln chemische Produkte“, sagt Dermatologe Dirk Meyer-Rogge aus Karlsruhe. Sie enthalten Säuren, zum Beispiel Fruchtsäuren aus Weintrauben, Äpfeln oder Zitrusfrüchten. Auch das fördert die Abschuppung toter Hautzellen und versorgt die Haut zusätzlich mit Feuchtigkeit.

„Die Säure führt zu einer kleinen Verätzung und setzt die Selbstheilung der Haut in Gang. Sie regeneriert also schneller, als sie das von allein tun würde“, sagt Meyer-Rogge. Das führe zu einer Verjüngung der oberen Hautzellen. Allerdings müssen derartige Produkte zurückhaltend angewandt werden.

Klare Unterschiede bestehen zwischen Cremes aus der Drogerie und medizinischen Produkten. Pharmazeutische Zubereitungen gehören ausschließlich in Ärztehand. Sie sind nämlich hoch aggressiv und werden zum Beispiel zum Abtragen von Aknenarben oder bei älteren Menschen zur Hautverjüngung eingesetzt. „Anschließend bleiben Sie aber erst einmal vier Tage zu Hause, wenn Sie zu solch einer Behandlung bei mir waren“, sagt Meyer-Rogge.

Dass auch manche Kosmetikerin derartige Behandlungen anbietet, sehen Verbraucherverbände eher distanziert. Sie raten davon ab und empfehlen, das nur von einem Arzt durchführen zu lassen.

Wie oft die Haut ein Peeling verträgt, hängt entscheidend vom Hauttyp und der Hautpartie ab. Sowohl für trockene als auch für fettige Haut kann die Rubbelkur belebend wirken, allerdings variieren die Produkte. Für trockene Haut sollte man zu einer Textur auf feuchtigkeitsspendender Basis greifen und sie im zweiwöchigen Rhythmus benutzen. Diesen Abstand verträgt auch sensible Haut besser, während stark fettige wöchentlich behandelt werden kann.

Große Körperflächen lassen sich am besten mit einer Bürsten- oder Handschuhmassage unter der Dusche auffrischen - ausgenommen das Gesicht, dem raue Oberflächen meist nicht gut tun. Überhaupt sollte eine zu starke Reizung der Haut unbedingt vermieden werden, rät Dermatologe Meyer-Rogge. Egal welches Produkt, keines sollte zu häufig benutzt werden, denn das überfordere möglicherweise die Wachstumsfähigkeit der Haut.

Noch vorsichtiger hantieren sollte man mit Profi-Produkten aus der Apotheke. Und wenn die Haut nach einer Anwendung brennt, sollte man besser die Finger davon lassen. Das gilt vor allem für Fruchtsäurecremes, die zwar sehr niedrig dosiert sind, aber unangenehme Hautreaktionen wie Rötungen und heftiges Spannungsgefühl hervorrufen können. (mit dpa)