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Pläne lassen aufhorchen

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Wieder ein Bischof, der Schuld einräumt, aber nicht zurücktritt? Mit diesem Urteil wird man der Reaktion des münsterschen Bischofs nicht gerecht, denn Felix Genn hat Schritte angekündigt, an denen sich andere Bistümer ein Beispiel nehmen sollten. So will er sich verpflichten, Macht zu teilen, indem er sich an die Entscheidungen von Gremien bindet. Er will eine kirchliche Verwaltungsgerichtsbarkeit schaffen, notfalls erst mal nur für sein Bistum, wenn es nicht zeitnah auf Bundesebene klappt. Auch seine Entscheidung zur Personalkonferenz hat es in sich. Der Bischof benennt die männerbündischen Strukturen in diesem wichtigen Gremium. Genn will für Transparenz sorgen und explizit Frauen hinzuziehen. In der Zukunft will er weiterhin scharfe Kritiker und Betroffene einbeziehen.

Diese Pläne wirken mutig und durchdacht. Bei gleichzeitiger Demut gegenüber den Opfern schafft es der münstersche Bischof, aus der Defensive und zu überzeugenden Reformen zu kommen. Genn setzt damit Maßstäbe innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz.

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