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Planung ist allesIm Hühnerstall herrscht Hochbetrieb

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Viele viele bunte Ostereier werden auch in der Region hergestellt. (Bild: dpa)

Erftstadt – Wo der Hase seine Ostereier legt und versteckt, weiß Egbert Breuer nicht. Doch ganz genau kennt er sich mit den Eiern aus, die seine Hühner jeden Tag legen. Jetzt vor Ostern sind seine Stallungen auf seinem Geflügelhof in Gymnich voll belegt. Rund 14 000 Hühner legen hier tüchtig Eier.

Breuer muss schmunzeln, wenn er gefragt wird, wie es die Hühner jedes Jahr schaffen, immer zur Osterzeit noch mehr Eier als sonst zu legen. „Die Hühner legen genauso viele Eier wie sonst - durchschnittlich legt jedes Huhn im Jahr 300 Eier", erklärt er. Um der Nachfrage in der Osterzeit gerecht zu werden, sind seine Stallungen deswegen um diese Zeit voll belegt.

Planungen beginnen früh

Im übrigen Jahr haben die älteren Hühner ihre wohlverdiente Legepause. Denn nach der Legepause, sagt Breuer, verbessert sich nicht nur die Qualität der Eier um ein Vielfaches, oft legen die Hühner dann auch Eier der Größe XL. Solche Eier wiegen mindestens 73 Gramm. Im Vergleich zu den Polleneiern die unter 48 Gramm wiegen, sehen die XL-Eier aus wie Enteneier. Polleneier haben ihren Namen von früher, als junge Hühner noch bis zur 21. Lebenswoche Pollen genannt wurden, erklärt der Landwirt.

Zwischen der 23. und 24. Lebenswoche fangen Junghühner in der Regel an, richtig Eier zu legen. „Das sind dann Eier der Größe S", so Breuer. Das Gewicht der Eier Größe S ist auf 48 bis 53 Gramm festgelegt. Richtige Ostereier haben die Größe M und wiegen zwischen 53 und 63 Gramm. Die Hühner sind dann zwischen 35 und 40 Wochen alt. Eier der Größe L legen die Hühner durchschnittlich ab der 41. Woche. Danach kommt die Legepause, auch Mauser genannt. Die Planungen, um zur Osterzeit möglichst viele Hühner im Alter von 35 bis 40 Wochen in den Stallungen zu haben, beginnen für Breuer bereits ein Jahr zuvor.

Frisch vom Nest werden viele der Gymnicher Ostereier in diesen Wochen nach Lechenich gefahren, wo sie in der Eierfärbmaschine der Gebrüder Rüdiger und Frank Schurf, der „Schurf GmbH & Co KG Eierhandel", ihr österliches Aussehen bekommen. Denn dort werden sie gekocht, gefärbt und wieder auf den Hühnerhof nach Gymnich gebracht. So kann Egbert Breuer seinen Kunden zurzeit täglich auch frische Ostereier liefern.

Über die Entstehungsgeschichte der Ostereier weiß Rüdiger Schurf einiges zu sagen. Schon im 13. Jahrhundert soll es zu Ostern gefärbte Eier gegeben haben. Denn in der Fastenzeit war es den Christen verboten Eier zu essen. Doch die Hühner legten täglich weiterhin Eier. Um sie haltbarer zu machen, wurden sie zunächst hart gekocht. Damit sie sich von den frischen Eiern unterscheiden ließen, wurden sie eingefärbt. Doch kaum einer konnte alleine die vielen gefärbten Eier essen, und so wurden sie zum Osterfest einfach verschenkt.