Abo

Plattenfirma: Rapper nicht an Goldraub beteiligt

2 min

RHEINBACH / BONN. Der Bonner Rapper Giwar Hajabi („Xatar") hat angeblich nichts zu tun mit dem Goldraub wegen dem nach ihm gefahndet wird. Das hat gestern die Plattenfirma des 28-jährigen Musikers behauptet und beruft sich auf Informationen von Vertrauten des Rappers. Angeblich habe Giwar Hajabi für die Tatzeit im Dezember sogar ein Alibi. Seit Ende Januar sei er mit dem ebenfalls gesuchten Sami Abdel Hadi verreist. Wie Peter Widenhorn, Sprecher der Polizeidirektion Ludwigsburg, auf Anfrage mitteilte, steht Hajabi weiter unter dringendem Tatverdacht: „Daran gibt es nichts zu rütteln, sonst würden wir nicht öffentlich nach ihm fahnden.“ Neben Giwar sucht die Polizei weiter nach Kawa Homam-Ghazi aus Rheinbach. Der 25-Jährige gilt laut den Ermittlern als Kopf der Gruppe, die Mitte Dezember in Baden-Württemberg einen Goldtransporter überfallen haben soll. Die Beute waren Gold und Schmuck im Wert von 1,8 Millionen Euro. Bei Durchsuchungen in Rheinbach, Meckenheim, Bonn und Wesseling waren vor zwei Wochen vier von bislang acht ermittelten Tatverdächtigen vorläufig festgenommen worden.

Als falsch bezeichnete die Plattenfirma die Meldung, „Xatar“ habe sich über das Internet aus Moskau gemeldet. Ein entsprechendes Profil im sozialen Netzwerk „Facebook“ sei eine Fälschung.

Unterdessen hat die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien das „Xatar“-Albums „Alles Oder Nix“ zum 26. Februar auf den Index gesetzt. Auf der im November 2008 erschienenen CD befindet sich der Titel „Paragraf 31“, in dem es um einen Auszug aus dem Strafgesetzbuch geht, in dem unter anderem geregelt wird, dass nicht bestraft wird, wer sich zwar zu einem Verbrechen verabredet, dieses dann aber verhindert hat oder es verhindern will. „Xatar“ nennt die, die das tun, in seinem Werk „Verräter" und droht mit Strafe. Die Aufnahmen entstanden teilweise im Kölner Oberlandesgericht. In dem Video ist außerdem der Überfall auf einen Geldtransporter zu sehen. Laut Plattenfirma sei die Geschichte frei erfunden. (EB)