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PolizeikontrolleLaster war zehn Tonnen zu schwer

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Zu lang und zu schwer: Den richtigen Riecher hatten die Polizeibeamten, die diesen Lastwagen stoppten. Dem Fahrer drohen erhebliche Konsequenzen.(Foto: Daub)

REFRATH – Horst Lückner von der Autobahnpolizei steht direkt vor dem Holztransporter und dirigiert. Polizeioberkommissar Torsten Witzke steht mit einem Klemmbrett auf der anderen Seite des Fahrzeugs und schreibt die Messwerte der Waage auf. Ein 31-jähriger Selbstständiger aus dem Bergischen Land sitzt am Steuer. Er wird von der Polizei verdächtigt, sein Fahrzeug überladen zu haben.

Um das zu überprüfen, haben die Polizeibeamten auf einem Wanderparkplatz bei Refrath eine sogenannte Radlastwaage ausgelegt. Der Lkw fährt einmal vor und zurück über die flache Metallwaage, dabei wird jedes Rad doppelt gemessen, um Messfehler auszuschließen. „Der Vorteil dieser Waage ist, dass kein Lkw für sie zu schwer oder zu lang sein kann“, sagt Horst Lückner. Man müsse einfach nur vorher die Achsenzahl ins System eingeben. „Außerdem kann sie genau feststellen, ob einzelne Achsen überladen sind, auch wenn das Fahrzeug insgesamt nicht zu schwer ist.“

Davon kann in diesem Fall keine Rede sein. Die Messung ergibt, dass der beladene Lkw insgesamt zehn Tonnen zu schwer ist. Er wiegt etwa 50 Tonnen, erlaubt wären 40. Außerdem ist das Fahrzeug mit der Ladung vier Meter zu lang. Da der Fahrer zudem bereits in der Vergangenheit mit zu schwerer Ladung aufgefallen und seine Genehmigung für Großraumtransporte abgelaufen ist, drohen ihm über 1500 Euro Strafe. Noch schwerer wiegen für bestrafte Fahrer die Punkte, die sie erhalten, da dann irgendwann der Verlust des Führerscheins droht.

„Die Fahrer wissen aber in der Regel genau, ob ihr Lkw überladen ist“, so Lückner. „Wir haben das Fahrzeug gezielt kontrolliert, da die Genehmigung abgelaufen war“, sagt Torsten Witzke. Abgefangen wurde das Fahrzeug bei Kürten. Dort fand sich aber kein geeigneter Platz für den Einsatz der Waage.