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„Preis der Besten“Mit Schulbüchern im Pferde-Transporter

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Hat während des Trainings sogar noch Zeit, Faxen zu machen:Victoria Lauff, hier auf „Cooldiamond Countess“, gehört zu den großen Reittalenten im Kreis Euskirchen und startet am Wochenende beim „Preis der Besten“ in Warendorf. (Foto: Steinicke)

ZÜLPICH – „Valou verkaufen? Nein. Mit ihm werde ich auch in den kommenden Jahren noch erfolgreich reiten können“, sagt Victoria Lauffund ist ihrer Sache ganz sicher. Den schwarz-braunen Wallach hat die 16-jährige Zülpicherin in ihr Herz geschlossen. Und mit ihm wird sie am Wochenende auch beim „Preis der Besten“ in Warendorf antreten.

Mit von der Partie wird auch Victorias BruderConstantinsein, der mit „Candiman“ in der „Children-Klasse“ antritt. „In Deutschland wurde diese Klasse für Jugendliche bis 16 Jahre, die auf Großpferden reiten wollen, erst vor einige Jahren eingeführt. Mit 14 ritt Victoria in dieser Klasse ihre erste Deutsche Meisterschaft beim ,Kleinen Chio’ in Aachen“, berichtetJana Lauff, Mutter von Victoria und Constantin.

Die Lauffs aus Zülpich sind eine „pferdeverrückte“ Familie. Jana Lauff war früher selbst Vielseitigkeitsreiterin im Reitstall Bolten in Enzen. Mit ihrer Liebe zum Reiten und zu den Pferden hatte sie auch schnell ihren zukünftigen Ehemann angesteckt.„Ich bin gebürtiger Kölner und hatte lediglich als Freizeitreiter bei meinen Großeltern Kontakt zu Pferden. Zur Hochzeit habe ich meiner Frau ein Pferd geschenkt. Da sehen Sie, wie schnell sie mich von ihrer Pferdebegeisterung überzeugt hatte“, berichtetDr. Rudolf Laufflachend. Er ist auch heute noch ein ausgesprochener Freizeitreiter, der die Ambitionen seiner Kinder im Turniersport jedoch voll und ganz unterstützt.

Ebenso wie seine Frau Jana, von der die beiden Kinder ihre Reitbegeisterung wohl in die Wiege gelegt bekommen haben. Mit Ponys nahmen die Kinder im Alter von fünf Jahren an den ersten Wettbewerben teil. Später wechselten sie dann auf die sogenannten Großpferde.Warum hat sich Victoria schließlich für das Springen entschieden und nicht für die Dressur? „Im Springen sind die Bewertungen gerechter. Da gibt es Fehlerpunkte bei Abwurf und Zeitüberschreitung. In der Dressur spielt immer auch die subjektive Beurteilung der Preisrichter eine Rolle“, weiß Victoria.

Mit zwölf Jahren fiel ihr Reittalent bei Turnieren zum ersten Mal auf. Ist es vorwiegend das Talent des Reiters, das zum Erfolg führt, oder liegt es auch am Pferd? „Reiten ist eine Ausstattungssportart. Das heißt, das passende Pferd ist auf jeden Fall wichtig“, erklärt Jana Lauff. Spätestens in der Juniorenklasse (16 bis 18 Jahre), in der die Zülpicherin reitet, ist ein eigenes Pferd unverzichtbar. Die Familie Lauff besitzt gleich sieben Tiere. Sie stehen im Merzenicher Reitstall Baumeister.

„Egy-Top“ ist mit 20 Jahren die älteste Dame im Lauff’schen „Pferdeclan“. Auf ihr haben auch Victoria und Constantin ihre ersten Turniere in der „Children-Klasse“ geritten. Am Wochenende geht der 13-jährige Constantin in Warendorf mit „Candiman“ an den Start.Victoria und Constantin habe je drei Pferde, die tagtäglich trainiert werden. Bleibt da noch Zeit für andere Hobbys oder Freundschaften? „Unsere Freunde sind in der Regel auch Reiter. Mit denen ist der Umgang irgendwie leichter. Wir haben viel Spaß zusammen und lachen viel“, sagt Victoria. Constantin bestätigt das: „Nach Turnieren spielen wir Fußball, mit Toren, die wir uns aus Hindernissen bauen.“

Victoria und Constantin sind beide Schüler des Zülpicher Franken-Gymnasiums. Zwar müssen sie das ein oder andere Mal für Turniere vom Unterricht befreit werden, doch Mutter Jana, selbst Lehrerin an der Chlodwig-Schule, ist sehr darauf bedacht, dass ihre Kinder den Stoff nachholen. „Da sitzen sie dann auch schon mal auf dem Heimweg mit ihren Schulbüchern im Pferde-Transporter“, sagt sie.