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Promi-Wirt hört auf

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BONN. Toni Mürtz, seit 26 Jahren Wirt des Gasthauses „Südhaus“ am Friedensplatz, und Sprecher der Bonner Wirte, wirft das Handtuch. Der 52-Jährige zieht sich Ende diesen Jahres aus der Gastronomie zurück. Die Traditions-Gaststätte wird ab 2. Januar 2004 von dem bisherigen Wirt der Gaststätte „Im Bären“ an der Acherstraße, Rolf Hiller, übernommen.

Bei der Geschäftsübernahme handelt es sich laut Mürtz nicht um eine „feindliche Übernahme“. Er habe die Gelegenheit ergriffen, „auf dem Höhepunkt meiner gastronomischen Karriere“ etwas Neues anzufangen. Er habe jede Menge Ideen und Pläne, beispielsweise bei der Planung von „Events“, allerdings nicht auf gastronomischem Gebiet. So will er auch weiter die Antikmärkte und die Eisbahn auf dem Friedensplatz organisieren. Mürtz führte neben dem Sudhaus zusammen mit dem damaligen Königshof-Chef Hans Eichholz fünf Jahre lang auch den Schaumburger Hof.

Rolf Hillers Pachtvertrag für den „Bären“ läuft regulär am 31. Dezember dieses Jahres aus. Er steigt im „Sudhaus“ in den dort noch 19 Jahre laufenden Pachtvertrag ein. Den „Bären“ habe er aufgrund finanzieller Unstimmigkeiten mit dem neuen Eigentümer (seit 1. Januar 2003) und hoher Investitionsauflagen nicht mehr halten können. Das Schicksal des ältesten Bonner Brauhauses - der „Bär“ ist das Stammhaus der ehemaligen Kurfürstenbrauerei - ist ungewiss. Rolf Hillers Familie führte das Lokal seit 1964; die Familie war nach dem Krieg auch im heutigen „Gequetschten“ („Elefanten“), im „Bergischen Hof“ mit seinen „Schwabenstuben“ (heute Daniels-Moden) und in den ehemaligen „Ratsstuben“ (heute „Roma“) gastronomisch präsent.

Ob der „Bär“ weiterhin als Gaststätte genutzt wird, steht dahin. Der Kölner Verbund als Rechtsnachfolger der Kurfürstenbrauerei ist seit Monaten auf der Suche nach einem neuen Pächter, bisher allerdings ohne Erfolg. Bei einer weiteren gastronomischen Nutzung wäre ein neuer Wirt nach dem Arbeitsrecht verpflichtet, Hillers Mitarbeiter zu den alten Vertragsbedingungen zu übernehmen.(wps)