Frankfurt/Main – Der Prozess um einen in Frankfurt überrollten und dabei lebensgefährlich verletzten Fußgänger steht vor dem Abschluss. Am Mittwoch gab das Landgericht Frankfurt noch dem Antrag des Verteidigers des 22 Jahre alten Angeklagten statt und berief für Donnerstag noch einmal den technischen Gutachter zur Frage des Bremswegs zu Gericht. Danach sind bereits die Schlussvorträge von Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Nebenklage vorgesehen. Anfang April soll das Urteil verkündet werden.
Der 22-Jährige aus dem Landkreis Augsburg hat sich seit Mitte März wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung vor der Schwurgerichtskammer zu verantworten. Vor Gericht räumte er ein, im April vergangenen Jahres im Frankfurter Bahnhofsviertel einen 53-Jährigen mit seinem schweren SUV-Fahrzeug überrollt zu haben, nachdem dieser sich darüber aufgeregt hatte, dass der Wagen falsch herum in eine Einbahnstraße gefahren war. Das Opfer, das sich dem Auto entgegengestellt hatte, erlitt schwere Verletzungen und ist seither auf den Rollstuhl angewiesen. Im Rahmen eines Täter-Opfer-Ausgleichs bot er dem Verletzten darüber hinaus 10.000 Euro Schmerzensgeld und Schadensersatz an.
© dpa-infocom, dpa:220330-99-734257/2 (dpa/lhe)