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RAELIANER-SEKTE

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In Deutschland registriert die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) etwa 100 Anhänger der Raelianer-Sekte. Sie gehören zur so genannten Ufo-Szene, die vor allem auf Esoterik-Messen in Erscheinung tritt. Freiburg und Müllheim in Baden-Württemberg seien wegen einzelner besonders aktiver Mitglieder hier Zentren.

„Fortschrittsoptimismus und Technikfaszination“ bestimmen laut EZW die Ideen der Sekte, die weltweit zu Erweckungsseminaren einlädt. Bücher des Sektengründers Claude Vorilhon, der sich Raël nennt, sind auch in Deutschland erhältlich. Ihre Titel: „Die Außerirdischen haben mich auf ihren Planeten mitgenommen“ oder „Das Buch das die Wahrheit sagt“.

Unsterblichkeit durch Klonen und ewige Jugend aus dem Genlabor - diese Sehnsüchte bedienen die Raelianer im Internet. Sie bezeichnen sich als „atheistisch“. Ziel sei es, alles „in Spaß und Freude“ zu verwandeln. Glaubensgrundsatz der Sekte, die nach eigenen Angaben 55 000 Anhänger hat, ist, dass alles Leben auf der Erde von Außerirdischen durch Klonen erzeugt wurde.

Der französische Sektengründer Vorilhon, ein ehemaliger Schlagersänger und Rennfahrer, will dieses Wissen 1973 direkt von Außerirdischen erhalten haben. Für weiteren Kontakt mit ihnen soll ein Botschaftsgebäude errichtet werden. Raël residiert eine Autostunde vom kanadischen Montréal entfernt, umgeben von Spielzeug-Raumschiffen und einem riesigen Modell der Erbsubstanz DNS. Anfang 1997 gründete er das US-Unternehmen Clonaid, die „erste Firma für menschliches Klonen“ mit Sitz in Las Vegas. (dpa)