BERGHEIM-THORR – Das Schild wird noch schnell aufgebaut, ein paar Apfelbäumchen zieren das Bild, und passend zum neuen Namen Römerquartier werden Apfelkaltgetränke in Amphoren gleichenden Gläsern gereicht. Zwar musste in den vergangenen Wochen alles schnell gehen, dennoch wollten die Investoren auf ein Minimum an Atmosphäre beim ersten Spatenstich nicht verzichten.
Der Thorrer Tiefbauunternehmer Murat Canönde und der Sindorfer Autoverleiher Bernd Pieroth haben eigens die Firma „Pica“ gegründet, um an der Weststraße als Investoren einzuspringen. Der alte Investor hatte, wie Bürgermeisterin Maria Pfordt beim symbolischen Baubeginn berichtete, ständig neue Forderungen gestellt. Nach einer gesetzten Frist wurde ihm der Auftrag entzogen.
Damit die elf bereits beurkundeten und 20 reservierten Grundstücke nun zügig bebaut werden können, hat Ortsvorsteher Hermann-Josef Falterbaum sich nach neuen Investoren umgeschaut und wurde in Thorr fündig. „Der Ortsvorsteher hat sich mächtig ins Zeug gelegt“, lobte Pfordt. Falterbaum sieht euphorisch und mit ein wenig Stolz das Baugebiet als „Thorrer Hahnwald und etwas Schönes für den Ort“ entstehen.
Pica hat jetzt die Grundstücke von der Stadt erworben und wird das Areal erschließen und vermarkten. „Wir mussten in sechs Wochen die Vorarbeiten erledigen, für die es sonst mehr als ein halbes Jahr braucht“, blickte Canönde, dessen Unternehmen in Erftstadt sitzt, auf einen anstrengenden Wiederanschub.
Im August soll mit der Erschließung begonnen werden, möglicherweise kann für die ersten Häuser im Oktober ausgeschachtet werden.
40 frei stehende Häuser sowie Reihenhäuser sollen entstehen. Die Grundstücke können in variablem Zuschnitt gewählt werden, von 400 bis 1200 Quadratmetern Größe. In Kürze wird auf der künftigen Mittelachse der Siedlung die Hauptbaustraße entstehen.