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Rote Zonen, schwarze Teufel und ein Lazarett

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TROISDORF. Manchmal setzt die Geschichte einen Schlusspunkt. Doch etwas wird bleiben nach dem Abzug der belgischen Truppen aus Camp Spich und Camp Altenrath. Gestern, am belgischen Nationalfeiertag, enthüllten Oberst Alain Reynaert und Bürgermeister Manfred Uedelhoven einen Gedenkstein. Und gestern eröffnete der neu gegründete Belgische Kultur- und Freundeskreis ein Museum, das auch als Vereinslokal dient. Für die 400 belgischen Familien, die in Deutschland bleiben. Und für ihre deutschen Freunde.

Erinnerung und Gedenken: Vor 30 Jahren, am 3. August 1973, kamen zwölf junge belgische Soldaten bei einem Verkehrsunfall auf dem Truppenübungsplatz ums Leben. „Sie wären heute noch unter uns“, sagte Matthias Dederichs, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Troisdorf, der den Gedenkstein stiftete und die Stätte pflegen wird. An der Enthüllung nahmen Soldaten, Veteranen und Angehörige der Verstorbenen teil.

Wie schnell die Zeit vergangen ist: Ihre Fotoalben haben die Belgier geöffnet für das Museum, Wappen und Wimpel zusammengetragen, zum Beispiel vom „Wandelclub“, der einmal im Jahr zum Wandertag lud. In den 50er Jahren trugen die Lehrerinnen noch Uniform, die Kleidung in der Vitrine ist aber viel älter. Sie stammt von 1815, aus einer Zeit, als das Gelände als Truppenübungsplatz vorgesehen war, wie eine historische Karte zeigt. Längst Geschichte sind die Zwarte Duivels (schwarze Teufel), deren Emblem einen Cyclisten mit Gewehr und zusammengeklapptem Fahrrad zeigt, der einen Schatten in Teufelsgestalt wirft. Instrumente und Krankenliege aus dem Lazarett wanderten ebenso ins Museum wie das Schild „Rote Zone. Militärisches Sperrgebiet“. Bald werden auch die letzten abgehängt.