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Rundschau-AltenhilfeDIE GUTE TAT e.V.

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Für die Rundschau-Altenhilfe tätig: Hanno Bieg; Günter Schmitz; Pia Kind; Helmut Heinen von (links nach rechts) (Bild: Meisenberg)

Die Summe, die am Ende der jüngsten Sammelaktion zusammenkam, war ein Rekord. Erneut. Über 828.000 Euro hatten die Rundschau-Leser gespendet. Seit Beginn der Hilfsaktion sind es fast 20 Millionen Euro. Viel Geld. Was was macht die Rundschau-Altenhilfe DIE GUTE TAT e.V. damit? Seit fast sechs Jahrzehnten lindert sie die Not älterer Mitmenschen. Sie finanziert Fahrzeuge für karitative Einrichtungen, sie hilft unbürokratisch in Einzelfällen, sie verteilt jedes Jahr 6500 Weihnachtspakete, sie bietet Ferienfahrten an und sie unterstützt die Hospizbewegung.

Bedürftigen in der Not zu helfen war auch das Ansinnen der „Wünsch-Dir-Was“-Aktion, die in der vergangenen 58. Sammelaktion erneut initiiert wurde. Manch Senior erlebte, was lange nicht mehr drin war, eine Rheinschifffahrt mit einem Stopp für Kaffee und Kuchen beispielsweise, oder ein Friseurbesuch nach jahrelangem Verzicht.

Die Altenhilfe ist eine regionale Hilfseinrichtung. Träger ist der Verlag der Rundschau, der alle Verwaltungskosten übernimmt. Ihr Gebiet umfasst das Verbreitungsgebiet der Kölnischen Rundschau und ihrer Lokalausgaben. Viele Spender - von Einzelpersonen über Schützenvereine, Jugendchöre, Karnevalsgesellschaften bis hin zu Geldinstituten - nennen genau dies als einer der Gründe, warum sie die Altenhilfe unterstützen: die regionale Ausrichtung.

Die Altenhilfe ist bei ihrer Arbeit auf Kooperation angewiesen. Nur in Zusammenarbeit mit den karitativen Einrichtungen und Kirchengemeinden kann sie Hilfe leisten. Die Gemeinden und Hilfsorganisationen wenden sich in der Regel an die Altenhilfe, wenn sie einem älteren Menschen helfen wollen, die Mittel aber begrenzt sind. Jährlich sind es mehrere hundert Fälle. Vielfach geht es darum, unverzichtbare Geräte zu ersetzen. Mal wird eine neue Waschmaschine benötigt, mal ein Kühlschrank, mal ein Herd. Oft haben die Bedürftigen nicht die Mittel, Zuzahlungen für eine neue Brille oder Medikamente zu leisten. Und nicht selten geht es schlicht um warme Kleidung für kalte Wintertage.

Kernpunkt der Hilfsaktion sind seit Beginn die Weihnachtspakete. Über 240.000 sind seither gepackt und verschenkt worden. Sie sollen nicht nur mit Lebensmitteln über die Feiertage hinweghelfen, sondern den Empfängern auch zeigen, dass sie nicht vergessen werden. Hier sind die Pfarrer, Gemeindemitglieder, Seniorenberater- und Beraterinnen und ehrenamtlich Tätigen der karitativen Einrichtungen gefragt. Sie sind es, die jedes Paket persönlich übergeben. Und immer ist dabei Zeit für einen kleinen Plausch.

Nicht immer ist es nur die materielle Not, unter der Ältere leiden. Einsamkeit ist oft ebenso zermürbend. Besonders wenn die Feiertage vor der Tür stehen. Deswegen veranstaltet die Altenhilfe zusammen mit dem Caritasverband Köln Ferienfreizeiten. So verleben Senioren den Heiligabend oder Silvester in der Gemeinschaft.

Ihren Ursprung hat die Hilfsaktion in den Nachkriegsjahren. Im Winter 1952 / 53 richtet eine Sturmflut an der Kanalküste schwere Schäden an. Der Gründer der „Kölnischen / Bonner Rundschau“, Reinhold Heinen, ruft zu Spenden auf. Der Erfolg der Aktion ermutigt ihn, eine Herzensangelegenheit umzusetzen: eine Hilfsaktion für bedürftige Ältere, die vielfach durch die Währungsumstellung 1948 ihre Altersvorsorge verloren haben. Die ersten 10.000 Mark stiftet die Rundschau selbst, insgesamt 30.000 kommen bei der ersten Sammelaktion zusammen. Zunächst firmiert die Altenhilfe unter dem Namen Altenhilfswerk; später nennt sie sich Altenhilfe und ist seit 1994 als gemeinnützig anerkannt. Heute sitzt ihr Helmut Heinen, zugleich Herausgeber der Rundschau, vor.

Weiterhin sind es mehrheitlich Frauen, die im Alter in Not geraten. Alleinerziehend und vielfach nur als Aushilfe tätig, sind sie im Rentenalter oft auf Grundsicherung angewiesen. Doch Altersarmut hat auch andere Ursachen. Krankheit und Erwerbsunfähigkeit gehören dazu. Ebenso wie Arbeitslosigkeit oder Scheidung. Auch in solchen Fällen ist es die Altenhilfe, die hilft.