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Sauberes Wasser für Broichhausen

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BERGISCH GLADBACH. In Sachen Wasserversorgung für den Weiler Broichhausen haben sich Bergisch Gladbach und Kürten sowie der Versorger Belkaw geeinigt: Kürten soll die Leitung bauen, die Anwohner sie zu sieben Achteln bezahlen. Auf die Anwohner kommen damit je rund 9000 Euro Kosten zu. Broichhausen besteht aus acht Häusern, von denen je vier auf Gladbacher und Kürtener Gebiet liegen. Bisher wird das Trinkwasser dort aus Brunnen gewonnen, die sanierungsbedürftig sind.

Bei einem Gespräch am Runden Tisch, das am Mittwoch stattgefunden hatte, wurde nach Angaben des Gladbacher Pressebüros schnell klar, dass die „Versorgung vom Kürtener Gemeindegebiet aus unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten die sinnvollste Alternative“ darstelle. Träger der neuen Wasserleitung werde Kürten.

Zur Kostenverteilung teilten die Kommunen weiter mit, dass für die 800 Meter lange Leitung mit Kosten von 80 000 Euro zu rechnen sei. Weiter formulierte Pressesprecher Martin Rölen, dass der größte Anteil auf die Anwohner umgelegt werden müsse - bis auf 10 000 Euro, den sich beide Kommunen teilen wollen, um eine Querschnittsvergrößerung zu ermöglichen, die die Leitung für Feuerwehreinsätze tauglich mache.

Zum Löschwasser hatte Kürtens Bürgermeister Iwanow bereits am Mittwoch im Bauausschuss gesagt, dass eine Versorgung aus nahen Teichen „suboptimal“ sei. Auf die weitere Frage, wann mit einer Realisierung zu rechnen sei, hatte Iwanow ausweichend geantwortet: „Wir müssen das Vorhaben vorstellen und was zu den Kosten sagen. Danach muss das Projekt in die Gremien gehen, und danach können die Aufträge erteilt werden.“ Zur konkreten Kosten und zu ihrer Verteilung sagte er nichts. Diese Auskunft gab es stattdessen gestern in der gemeinsamen Erklärung: Weitere „Zuschussleistungen“ der Kommunen soll es nicht geben. Rölen: „Die komplette Finanzierung der Leitung aus öffentlichen Töpfen kommt generell nicht in Frage. Denn sowohl die Gemeinde Kürten als auch die Belkaw sind lediglich verpflichtet, Trinkwasserversorgung bereitzustellen, soweit dies technisch und wirtschaftlich zumutbar ist. Die wirtschaftliche Zumutbarkeit kann, so war man sich am Runden Tisch einig, eindeutig verneint werden.“

Trotzdem gehe es nicht um „utopische Beträge“: Wenn alle Beteiligten mitzögen, verteilten sich die Kosten auf genügend Schultern. Sollten die Hausbesitzer jeweils zu gleichen Teilen zahlen, wären dies pro Partei knapp 9000 Euro. Kürten habe für Härtefälle sogar Zahlungsaufschub in Aussicht gestellt.

Das weitere Vorgehen wurde nun wie folgt vereinbart: Bergisch Gladbach und Kürten schließen eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung über die Trinkwasserversorgung von Broichhausen mit Einverständnis der Belkaw. Der Kürtener Werksausschuss wird sich am 22. April mit der Angelegenheit befassen. Den betroffenen Bürger wird parallel das Vorhaben erläutert. Sodann seien die Anwohner aufgerufen, mit der Gemeinde Kürten die notwendigen Verträge zu schließen.