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Schluss mit lustig ist der perfekte Abgang

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„Ohne dass die Zuhörer das mitkriegen, ist der Schluss der wichtigste Punkt in meiner Rede“, ist Willibert Pauels überzeugt. Der katholische Diakon, der als der „Bergische Jung“ die Bühnen des Karnevals mit seinen „verbotenen“ Witzen unsicher macht, sieht in seinem Schlussgedicht die Frage beantwortet, die ihm die Leute immer wieder stellen: „Wie kriegst du das zusammen, Diakon und Büttenredner zu sein?“

In dem Reim verweist er auf die Filmfigur Pater Brown, die für ihre unkonventionellen Methoden bekannt war: „Pater Brown wusste schon: Humor ist ein Teil der Religion. Nur innere Freiheit von allen Sachen befähigt uns, sie zu belachen. Der Rheinländer hat dat längst im Blot: De Hauptsache es, et Hätz es jot. Im Jarten des Lebens es Humor dä beste Dung, dat sät üch der Bergische Jung.“ Die Idee hinter diesem Gedicht ist schon fast philosophisch: „Sowohl das Lachen als auch die Religion befreit die Menschen.“

Ähnlich spirituell mutet der Schluss der Rede von Hans Bols an: „So ist das im Leben: So manches Gute und auch Böse wird dir beschert. Doch dat Botterblömche sät: Dat Levve es trotzdem lebenswert.“ Seit über 40 Jahren beschließt Bols so seine karnevalistischen Vorträge als „Et Botterblömche“. „Ich weiß nicht mehr, wie ich damals darauf gekommen bin“, gibt er zu. „Aber es stimmt ja immer noch.“

So wie er sind viele Karnevalsredner überzeugt, dass ein gleichbleibender Reim am Ende des Vortrags als Abschluss unverzichtbar ist. So hatte auch Gerd Rück vor 30 Jahren den Wunsch, dass seine Rede „nicht so abrupt aufhört.“ Dem Schluss ist er seitdem treu geblieben, sodass er als Weltenbummler seinem Publikum Jahr um Jahr rät: „Leev Lückcher, lot üch vun mer sage, doot alles im Levve met vill Humor erdrage, und maat üch hück Ovend noch vill Freud, denn dat Levve durt kein Iwichkeit."

Peter Raddatz findet den abschließenden Reim wichtig, weil dadurch das Publikum Bescheid weiß, dass der Redner jetzt fertig ist: „Das war's für heute, liebe Leute, zum Schluss mein Wunsch: Klatscht mal ins Pfötche. Es bedankt sich recht herzlich dä Mann mit däm Hötche.“ Dass manche Redner einfach mit irgendeinem Witz aufhören, findet der „Mann mit däm Hötche“ dagegen „ein bisschen leblos“. Kein Wunder, dass auch Guido Cantz, der Raddatz als seinen „Ziehvater im Karneval“ bezeichnet, die Tradition des Schlussgedichtes übernommen hat: „Zum Schluss darf ich sagen, sie waren ganz schön helle. Es bedankt sich bei Ihnen dä Mann für alle Fälle.“

Für Ferdi Huick ist sein Schlussreim schon zum Markenzeichen geworden: „Wenn ich damit anfange, sprechen viele schon mit. Das ist richtig schön.“ Als „Bergischer Landbote“ beschreibt er seine Heimat: „Wenn bei uns im Dorf der Chor der Landfrauen singt, und dazu im Stall die Kuh den Euter schwingt, wenn dann noch kräht der Hahn auf dem Mist, dann weißt du, dass du im Bergischen bist.“

Während die meisten Redner schon seit dem Beginn ihrer Karriere ein markantes Schlussgedicht haben, kann Fritz Schopps alias „Et Rumpelstilzje“ erst seit vergangenem Jahr eines aufweisen. Die Idee dafür kam von seiner Frau. Die meinte, er solle sich doch mal „einen schönen, persönlichen Schluss ausdenken“. Gesagt, getan: „In diesem Sinne mach ich jetzt Schluss, noch en herrliche Sitzung, kummt jot no Hus. Ihr wart en fantastisches Publikum, ich freu mich, wenn ich nächstes Johr widder kumm."