Jürgen Noppel geht es schlecht. Der ehemalige GAG-Vorstand fühlt sich nervlich sehr angegriffen. Die Schnaps-Affäre schlägt ihm auf den Magen. Gemeinsam mit Ex-Oberstadtdirektor Klaus Heugel und dem früheren RGW-Chef Toni Klefisch soll Noppel Zechbetrug begangen haben. Außerdem wird gegen sie wegen Beleidigung und Bedrohung ermittelt. Alle drei hatten sich im Lokal Paul an St. Agatha zum monatlichen Treff versammelt, als der Wirt Peter Olligschläger eine Wette mit einer dreiviertel vollen Flasche Walnussschnaps beglich. Anschließend stellte er den Jungs noch einen Obstbrand auf den Tisch. Angeblich habe er darauf hingewiesen, man sei mit der ersten Flasche quitt, die Gäste müssten nun bezahlen. Nach zwei Runden Schnaps floss Kölsch, es wurde gegessen. Am Ende des Abends wollte Olligschläger statt der üblichen 80 Euro dann 166,95 Euro. Daraufhin soll es zu wüsten Beschimpfungen des Gastwirts gekommen sein. Klefisch habe vergeblich versucht, zu schlichten. Schließlich rief Olligschläger die Polizei. Nun wehrt sich Noppel: Das ist alles eine blödsinnige Sache. In einem Schreiben an die Staatsanwaltschaft erklärt der Ex-Ratsherr, dass er zu Unrecht beschuldigt wird. Und so hat Noppel den Kneipier wegen versuchten Betrugs und falscher Anschuldigung angezeigt. In der Begründung heißt es: Der geforderte Betrag. . . hätte demnach den Verzehr von Bier in Höhe von etwa 140 Euro bedeutet, was für sich genommen schon eine Unmöglichkeit gewesen wäre und in Verbindung mit den Obstbränden zwangsläufig zu einer Alkoholvergiftung geführt hätte.
Natürlich war ich nicht ganz nüchtern, bekennt Noppel. Aber der Satz mit der Uzi sei so nicht gefallen. Noppel soll gesagt haben: Ich habe ne Uzi und leg euch alle um, ihr seid alle Arschlöscher. Gestern betonte Noppel: Ich habe überhaupt keine Uzi. In dem Schreiben heißt es dazu: Die Beamtin wertete einen Versuch meinerseits, mit ihr einen Dialog aufzunehmen, als Beamtenbeleidigung. Und weiter: An den Wortlaut kann ich mich nicht erinnern, ebenso wenig an den Namen der Beamtin, den Sie auf meine Bitte nannte.