ZÜLPICH. PIA - Was zunächst einmal nach der netten Oberschwester von nebenan klingt, ist in Wirklichkeit ein neues Angebot der Psychiatrischen Klinik Marienborn
PIA nämlich steht für Psychiatrische Institutsambulanz. Und als solche soll PIA der erste Schritt in die Zukunft der Behandlung von Patienten mit psychischen Problemen sein.
Die Institutsambulanz ist vergleichbar mit einer normalen Arztpraxis, erklärten Pflegedirektorin Rosemarie Simonis und der Ärztliche Direktor Dr. Ioan Teodor Marcea jetzt im Rahmen einer sehr gut besuchten Informationsveranstaltung in der Begegnungsstätte Martinskirche. Im Gegensatz zur Behandlung in der Tagesklinik etwa gebe es bei der PIA kein tägliches Programm. Gespräche, Therapieprogramme oder Gruppensitzungen würden als Termine je nach Bedarf vergeben.
Damit leiste die PIA kurzfristige Hilfe besonders für Menschen mit chronischen Depressionen, die laut Simonis immer wieder einmal Hilfe in Anspruch nehmen müssten oder für Menschen, die regelmäßig Medikamente benötigten. Damit eigne sich die PIA aber auch bestens zur Betreuung von Menschen, die eine stationäre Behandlung oder eine langfristige Behandlung in einer Tagesklinik noch vor oder bereits hinter sich hätten.
Insgesamt kümmern sich in der Institutsambulanz ein Arzt und zwei Flachpflegekräfte um die Patienten, die bereits seit Juli dieses Jahres die PIA aufsuchen können. Und während jeder Tag Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik über 200 Euro pro Patient kostet, wird im Falle der PIA pro Quartal auf Krankenschein abgerechnet. Das ist für die Krankenkassen natürlich die wesentlich billigere Lösung, erklärte Simonis.
Die PIA: Institutsambulanz der Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Luxemburger Straße 1, 53909 Zülpich. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8 - 12 und 12.30 -16 Uhr, Anmeldung unter (02252) 53 - 337 (Frau Jonen oder Frau Hemmersbach).