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Schon der dritte Unfall

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Nach dem erneuten Badeunfall im „Aqualand“ in Chorweiler stellt sich die Frage, wieso es in der Vergangenheit zu verhältnismäßig vielen Unglücken kommen konnte. Nach ersten Ermittlungen der Polizei könnte der 15-jährige Schwimmer am Sonntag aufgrund einer Krankheit das Bewusstsein verloren haben. „Möglicherweise hat der Jugendliche im Wasser einen epileptischen Anfall erlitten“, teilte gestern Polizeisprecherin Catherine Maus mit. Wie berichtet, war der 15-Jährige von anderen Schwimmbadbesuchern aus dem Wasser gezogen und wiederbelebt worden. Der Jugendliche musste zu weiteren Untersuchungen in einer Klinik verbleiben.

Der Zwischenfall vom Sonntag ist bereits der dritte Badeunfall im „Aqualand“ in diesem Jahr. Aus dem Flachbecken rettete am 24. Januar ein Bademeister ein fünfjähriges Mädchen, das offenbar viel Wasser geschluckt hatte und in Atemnot geraten war. Wenige Tage zuvor wäre eine Dreijährige im Nichtschwimmerbereich fast ertrunken. Glücklicherweise waren ein Notarzt und ein Rettungsassistent in dem Bad, so dass das Kind noch rechtzeitig reanimiert werden konnte.

Schon damals drängte sich die Frage auf, wie ein Kleinkind in einem voll besetztem Bad unbemerkt in derartige Notsituationen geraten kann. Gegen die Eltern der beiden verunglückten Kinder wurde nach Polizeiangaben ein Ermittlungsverfahren wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht eingeleitet. Das gilt auch für das bislang schwerste Unglück in dem Freizeitbad: Am 18. November 2007 ertrank laut Polizei ein vierjähriger Junge im „Aqualand“. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Zu dem jüngsten Zwischenfall am Sonntag gab die Geschäftsführung des „Aqualand“ keine Stellungnahme ab.