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Schulleiter Fels vom Clara-Fey abberufen

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SCHLEIDEN. Vor zwei Jahren wurde nach der Pensionierung von Oberstudiendirektor Volker Schwinn der gebürtige Lippetaler Meinrad Fels Schulleiter des Bischöflichen Clara-Fey-Gymnasiums in Schleiden. Doch diese Ernennung des Aachener Bischofs, das zeichnete sich schnell ab, stand unter keinem guten Stern.

Sehr schnell stellte sich heraus, dass die „Chemie“ zwischen dem neuen Schulleiter, der von der erzbischöflichen Liebfrauenschule in Bonn kam, und großen Teilen des rund 60-köpfigen Schleidener Lehrerkollegiums ganz und gar nicht stimmte. Der als „autoritär“ und „alles an sich ziehend“ kritisierte Führungsstil des neuen Chefs sorgte für zunehmenden Ärger im Kollegium und in der Folge auch für erhebliche Unruhe bei den Eltern. Die Hoffnungen des Bistums, dass sich die Sache mit der Zeit einrenken könne, trog. Tatsächlich wurden die atmosphärischen Störungen in den zwei Jahren immer gravierender.

Die Sorge, dass die Missstimmigkeiten im Kollegium auch negative Auswirkungen auf die Entwicklung einer Schule haben könnten, mit der es in den 27 Jahren unter der Leitung von Volker Schwinn ständig aufwärts ging und die 1000-Schüler-Marke überschritt, ließ das Bistum die Notbremse ziehen. Mit sofortiger Wirkung wurde gestern Studiendirektor Helmut Schuster aus Geilenkirchen bis zum 31. Dezember 2004 mit der kommissarischen Leitung des Bischöflichen Clara-Fey-Gymnasiums betraut. Meinrad Fels wurde als Schulleiter abberufen.

Eine weitergehende Stellungnahme lehnte das Presseamt des Bistums im Hinblick auf das schwebende Verfahren ab, da Meinrad Fels gegen seine Abberufung aus Schleiden Rechtsmittel eingelegt habe. Fels, so hieß es lediglich in einer knappen Pressemitteilung des Bistums, werde zu einer anderen Schule im Bistum Aachen wechseln.

Gestern stellte sich bereits „der Neue“ dem Clara-Fey-Kollegium vor. Helmut Schuster unterrichtet seit 1982 am Bischöflichen Gymnasium St. Ursula in Geilenkirchen die Fächer Mathematik und Erdkunde. Darüber hinaus, so der iba-Pressedienst des Bistums, habe Schuster dort für wichtige pädagogische, fachliche und organisatorische Bereiche Mitverantwortung getragen und so einen entscheidenden Beitrag zur Profilierung des Gymnasiums St. Ursula geleistet.