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Schulleiterin gefunden

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FRECHEN. Über vier Jahre war der Stuhl des Schulleiters des Nell-Breuning-Berufskollegs in Frechen-Habbelrath verwaist. Vor einer Woche hat Oberstudiendirektorin Claudia Wiemann die Leitung des Kollegs übernommen.

Frau Wiemann (48), in Duisburg geboren, verheiratet und zweifache Mutter, kam nach ihrem Studium der Romanistisk und katholischen Theologie über zwei Duisburger Gymnasien an die Siegburger Berufsschule. 2001, inzwischen hatte sie auch noch das Studium der Wirtschaftswissenschaften abgeschlossen, übernahm sie die Leitung der Eitorfer Außenstelle des Berufskollegs des Rhein-Sieg-Kreises, wurde 2002 zur stellvertretenden Leiterin des städtischen Berufskollegs in Leverkusen ernannt.

Landrat Werner Stump zeigte sich glücklich, dass es nach vier Jahren Vakanz dank der Unterstützung durch die Bezirksregierung im zweiten Anlauf endlich gelungen war, den Schulleiterposten in Frechen wieder zu besetzen. Eine erste Ausschreibung in 2001 führte zu keinem Ergebnis.

„Ich weiß, was ich will. Ich gelte als durchsetzungsfähig“, mit diesen Worten skizzierte sich die neue Schulleiterin selbst. Für sie ist es nun wichtig, das Kollegium, rund 70 Lehrerinnen und Lehrer, in „ein Boot zu bekommen und sie auf ein gemeinsames Ziel einzuschwören, ein Leitbild zu entwickeln.“ In diesem Zusammenhang sprach sie ihren neuen Kollegen Hochachtung für die Mehrbelastung der letzten Jahre aus, als sie die Verwaltung der Schule quasi nebenbei mit erledigen mussten.

1700 Schüler unterstehen Claudia Wiemann jetzt. Ihr erklärtes Ziel ist es, die Schüler stärker zu qualifizieren, ihre Selbstständigkeit und Teamfähigkeit zu stärken, die soziale Kompetenz auszubilden. „Sie müssen lernen, sich selber weiterzubilden.“

In die lokalen Ereignisse eingebunden ist die neue Schulleiterin auch schon: „Zum Weltjugendtag werden wir in unserem Klassenräumen 450 Jugendliche unterbringen. Ein Problem sind allerdings die fehlenden Duschen. Doch dafür wird auch noch eine Lösung gefunden.“