BRÜHL – Vergangene Session mussten die Schwadorfer Jecken ohne Tollitäten feiern. Groß war deshalb am Freitagabend der Jubel, als Prinz Frank II. (Gräfen) Bauer Peter (Justen) und Jungfrau Tomke (Sven Batta) in die Festhalle beim Krayer einmarschierten. Auf den Stühlen stehend jubelten die Jecken ihren Narrenfürsten zu. „Jetzt hat Schwadorf endlich wieder Tollitäten“, freute sich auch Bürgermeister Michael Kreuzberg.
Allen Jecken im Saal stellte er das Dreigestirn zunächst einmal vor. So wuchs Prinz Frank II. mit zwei Schwestern in Badorf auf und meldete sich nach der Schulzeit freiwillig zum Wehrdienst. Vier Monate war er in diesen Jahren auch im Iran und im Irak. Nach seiner Zeit bei der Bundeswehr schnupperte er in viele Berufe rein, bis er schließlich im vergangenen Jahr den Führerschein zum Berufskraftfahrer gemacht hat. Seitdem ist er viel unterwegs. In einer Bierlaune habe er den berühmten Bierdeckel unterschrieben, der ihm schließlich die Position als Prinz Karneval 2012 im Dreigestirn von Schwadorf ermöglichte. Seine Jungfrau hingegen kann bereits auf Erfahrungen im Karneval zurück blicken, denn schon vor zwei Jahren hatte Sven Batta erstmalig das Amt der Jungfrau im Schwadorfer Dreigestirn inne. Jetzt sprang er kurzfristig für Thomas Prang ein, der aus beruflichen Gründen absagen musste.
Als Brühler Urgestein stellte Kreuzberg Bauer Peter vor. Auch er ist in Badorf geboren und aufgewachsen. Schon im Alter von zehn Jahren trat er dem Tambourcorps „Gut Klang“ bei. Heute arbeitet er bei den Stadtwerken in Hürth und bläst das Jagdhorn bei den Jagdhornbläsern Falkenlust. Aktiv ist er unter anderem auch bei der Feuerwehr Brühl und den Löschknechten. Prinz und Bauer fahren auch sehr gerne Motorrad. Kreuzberg kann sich vorstellen, dass mit der Jungfrau auf dem Sozius der Zugweg so schnell zu einer Moped-Bahn werde. Fünf Wochen Training hätten sie ja noch für dieses Kunststück. „Das wäre doch ein Spaß, hier beim Krayer in der Boxengass“, so Kreuzberg.Der erste Bürger der Stadt war es dann auch, der unter dem Jubel des Volkes die Urkunden überreichte und die Tollitäten in Amt und Würde setzte.
Dann hatte Prinz Frank II. das Wort. „Damit das Dorf kann wieder Lachen, tun wir jetzt hier das Dreigestirn machen“, ließ er die Jecken wissen. Außer Rand und Band wolle er, sein Bauer und seine Jungfrau nun den Karneval in Schwadorf feiern.
„Aldi“ schönen Mädchenvon der Schallenburg
Mit der Proklamation war der Abend jedoch längst noch nicht zu Ende. Zu Ehren der Tollitäten hatte die IG Schwadorfer Karneval ein gelungenes buntes Programm auf die Beine gestellt. Sitzungspräsident Andreas Bröhl konnte viele karnevalistische Höhepunkte ankündigen, unter anderem die Tanzgruppe „Aldis“ (All die schönen Mädchen von der Schallenburg). Die Aldis sind Schwadorfer Urgewächse und zählen seit 2005 zu den festen Bestandteilen im Schwadorfer Karneval.
