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Selbstbräuner: Erst das Peeling

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Selbstbräuner müssen gleichmäßig verteilt werden. (Bild: Nivea/dpa/gms)

Düsseldorf/Wiesbaden - Bei den ersten Sonnenstrahlen zeigt niemand gern käsige und bleiche Haut. Wer endlich Rock und T-Shirt anziehen will, kann deshalb zu Selbstbräunern greifen. Sie versprechen makellose Tönung durch einfache Anwendung.

Dennoch stehen viele Frauen, und immer mehr Männer, hinterher mit fleckiger Haut, Streifen und künstlich wirkender Ausstrahlung am Strand. Um solch peinliche Situationen zu vermeiden, sollten beim Auftragen einige Regeln beachtet werden. Wichtig ist vor allem, die Haut vorher richtig zu pflegen.

«Auf jeden Fall sollte ich unmittelbar vorher ein Peeling machen», sagt Monika Ferdinand, Vorsitzende des Bundesverbands deutscher Kosmetikerinnen in Düsseldorf. Auf jeder Haut liegen abgestorbene Zellen. Werden sie vor dem Auftragen nicht entfernt, sei keine gleichmäßige Bräunung möglich. «Die losen, toten Teile bräunen intensiver. Fallen die dann ab, kommt die deutlich hellere Haut darunter zum Vorschein.»

«Die Haut wirkt dann fleckig - und es dauert drei Tage bis zu einer Woche, bis die Flecken wieder weggehen», warnt Martin Ruppmann vom Verband der Vertriebsfirmen Kosmetischer Erzeugnisse (VKE) in Wiesbaden. Vor allem raue Stellen wie Knie, Ellbogen und Füße sollten daher sorgfältig vorbehandelt werden - am besten unter der Dusche. Die Beine müssen vorher rasiert werden.

Um eine gleichmäßig gepflegte Oberfläche für den Selbstbräuner zu schaffen, sollte anschließend eine rückfettende Lotion benutzt werden. Erst wenn sie vollständig eingezogen ist, geht es an das Auftragen des Selbstbräuners, sagt Monika Ferdinand. Die zu verwendende Menge richtet sich nach dem Zustand der Haut. Trockene Haut brauche mehr Selbstbräunungslotion, fettige weniger.

«Wichtig ist auch die passende Tönung. Sie muss natürlich zu meiner Haut passen», sagt Kerstin Simmer vom Hersteller Lancôme in Düsseldorf. Augenbrauen und Haaransatz sollten beim Auftragen ausgespart werden. Andernfalls werde die Bräune am Übergang fleckig. Das Auftragen gelingt am besten, wenn die Creme langsam und gleichmäßig erst im Gesicht und dann an Armen, Oberkörper und Beinen verteilt wird.

«Ein guter Trick ist, nach fünf Minuten mit einem trockenen Taschentuch über die Haut zu gehen. Wenn ich an einer Stelle zu viel aufgetragen habe, nimmt das Tuch den Selbstbräuner auf - und die Haut dunkelt an dieser Stelle nicht zu stark nach.» Anfängern empfiehlt Martin Ruppmann getönte Produkte. «Da sehe ich besser, wo ich auf der Haut schon Selbstbräuner aufgetragen habe, und wo ich noch nicht war.» Vergleichsweise neu sind Selbstbräuner-Schaum und Tücher, mit denen das gleichmäßige Auftragen leichter fallen soll.

Weil Selbstbräuner einziehen müssen, braucht die Anwendung ein wenig Zeit. Dennoch sollte die Creme nach Möglichkeit nicht am Abend aufgetragen werden. «Da bleibt hinterher zu viel an der Bettdecke hängen - und durch das Herumwälzen in der Nacht wird die Bräune möglicherweise ungleichmäßig», sagt Ferdinand. Besser sei, den Selbstbräuner so lange wie möglich an der Luft einziehen zu lassen. «Es verlangt ja keiner, dass sie nackt durch die Wohnung hopsen. Die Kleidung sollte aber möglichst locker sein.» Eine Viertel- bis halbe Stunde Einwirkzeit empfiehlt der Branchenverband VKE - «sonst kann es Flecken an der Kleidung geben», sagt Martin Ruppmann.

Wichtig ist, nach dem Auftragen sofort gründlich die Hände zu waschen. «Sonst kriege ich diese hässlichen braunen Flecken zwischen den Fingern», sagt Ferdinand. Wattebäuschchen oder Kosmetikpads seien jedoch ungeeignet: «Das gibt nur eine elende Schmiererei.» Vermeiden lassen sich die Flecken, wenn zum Auftragen Einmal-Handschuhe verwendet werden, rät Martin Ruppmann. Im Notfall lassen sich die Flecken mit Zitronensaft entfernen. Das beste Rezept, rät Kerstin Simmer, ist immer noch, hinterher mit der Hand das Geschirr zu spülen. (dpa/gms)