Abo

SPD: Jörg Simon aus dem Rennen

1 min

NIEDERKASSEL. Er wurde als Bürgermeisterkandidat in ein Rennen geschickt, das er nur verlieren konnte. Er scheiterte in der Kampfabstimmung um den SPD-Fraktionschef. Jetzt hat der Hobbyläufer Jörg Simon auch sein letztes Ziel nicht erreicht: Der 38-jährige, der Vizebürgermeister werden wollte, trat nach deutlichen Signalen nicht mehr an. Und auch sein innerparteilicher Widersacher, Jürgen Schulz, stellte sich nicht zur Wahl, als klar wurde, dass er zu wenig Unterstützer haben würde. Peter Tilgner heißt der Kompromisskandidat, der, so Fraktionschef Frieder Reusch, „allen vermittelbar gewesen ist“. Der 64-jährige Tilgner, ein erfahrener Kommunalpolitiker aus Rheidt, hat einen weiteren Vorteil: Er stünde Reusch nicht im Wege, wenn der heute 55-Jährige eventuell selbst antreten will, um in fünf Jahren hauptamtlicher Bürgermeister zu werden. „Da kann man drüber nachdenken“, sagte er im Gespräch mit der Rundschau. Sein Kontrahent wird vermutlich Marcus Kitz sein, der voraussichtlich in der Ratssitzung heute Abend (18 Uhr, Kopernikus-Gymnasium) zum ersten CDU-Vizebürgermeister gewählt wird. Der zweite steht der SPD zu. Kandidat für den dritten Stellvertreter ist Hans-Peter Umschlag. Die FDP wird den Antrag stellen, den dritten Vize-Bürgermeister zu streichen. Auch der Rat müsse ans Sparen denken. (coh)