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Spielverein MendenAuch Kunstrasen braucht Wasser

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SANKT AUGUSTIN – Das stellt sich der ahnungslose Laie wohl so vor: Einen Kunstrasenplatz braucht man nie zu mähen. Denn da wächst ja kein Gras. Und Wasser braucht er schon gar nicht. Erstes ist richtig, zweites nicht unbedingt. Zumindest bei der Art von Kunstrasenplatz, die in Menden nun verlegt wird. Jetzt erfolgte dort gleich zwei Mal der Startschuss. Am Freitag beim Ersten Spatenstich fürs Großspielfeld und am Sonntagmittag, als der Spielverein (SV) Menden seine Kunstrasen-Sponsoren auf der Kleinspielfeld-Baustelle und im Vereinsheim zu Gast hatte.

Die Spielfelder erhalten wie viele andere Kunstrasenplätze auch eine versenkbare Beregnungsanlage. Die Befeuchtung verringert den Abrieb des Fasermaterials, also der grünen Plastikgrashalme, vor allem, wenn es im Sommer heiß und trocken ist. Sonst wäre die Abnutzung sehr groß. Der Plastikrasen soll aber gerade als Vorteil gegenüber dem Naturrasen die längere Haltbarkeit und geringere Pflege haben. Außerdem wird feuchter Sand nicht so leicht aus dem Belag herausgespielt wie trockenes Material. In Menden entschied man sich für eine Quarzsandfüllung zwischen den Plastikhalmen. Eine andere, auch teurere Möglichkeit wäre Granulat gewesen. Die Befeuchtung des Kunststoffrasens ist auch zur Temperaturreduzierung im Sommer angesagt, weil das Material bei Sonneneinstrahlung über 60 Grad heiß werden kann. Um Wasserkosten zu sparen, wird sogar am Platz ein Grundwasserbrunnen gebohrt, wie SV-Controler Peter Fey erläuterte.

Ende Juli zur Sportwoche des SV, so hofft Vorsitzender Matthias Hofenbitzer, wird alles fertig sein: das 105 mal 65 Meter große Spielfeld ebenso wie das daneben gelegene Kleinspielfeld mit 55 mal 35 Metern. Auf letzterem können sogar Spiele bis zur E-Jugend stattfinden. Zwei Felder sind dringend nötig, weil es brummt in dem Fußball treibenden Verein. Der SV mit 500 Mitgliedern, davon 300 aktive Kicker und Kickerinnen, hat einen beneidenswerten Zuwachs vor allem an Mädchen und Frauen, die das Bild der Männersportdomäne nachhaltig verändern. Statt bisher 14 hat der SV momentan 20 und künftig sogar 22 Mannschaften beziehungsweise „Frauschaften“.