WALDBRÖL. Zeitlebens haben sie sich ehrenamtlich engagiert und zahllose wohltätige und kirchliche Projekte finanziell unterstützt. Theo und Minni Wolff widmeten sich zudem ihrem Hobby, auf Flug- und Schiffsreisen möglichst viel von der Welt zu sehen. Theo Wolff starb im Sommer des vergangenen Jahres, seine Frau Minni folgte ihm im Januar. Gutes zu tun, war den Wolffs jedoch ein Anliegen über den Tod hinweg. Ich bin ein harter Hund, war eines der geflügelten Worte des Brenzinger Originals, und ich kann organisieren.
Da sie selbst keine eigenen Kinder hatten, haben die Wolffs ihr gesamtes Vermögen gestiftet. Einen Teil erhält die katholische Kirchengemeinde Waldbröl, einen Teil der Waldbröler Männergesangverein und einen Teil die Stadt Waldbröl. Die will das Geld nun Gewinn bringend für soziale und gemeinnützige Zwecke einsetzen und mit dem Wolff-Erbe eine Bürgerstiftung ins Leben rufen, teilte Bürgermeister Christoph Waffenschmidt mit.
Niemand soll denken, dass wir mit der Erbschaft unsere Haushaltslöcher stopfen wollen, scherzte der Bürgermeister, das sei schließlich auch gar nicht im Sinne der Eheleute Wolff. Den genauen Stiftungszweck müsse man allerdings noch festlegen, wenn die Erbschaft ausgezahlt wird. Mindestens 50 000 Euro Startkapital seien für die Stiftung erforderlich. Aus den Zinsen können wir dann auch Projekte und Anliegen unterstützen, für die im Haushalt kein Cent vorhanden wäre, sagte Waffenschmidt. (mf)